Tschechisches AKW Dukovany soll Brünn mit Fernwärme versorgen

Ziel ist es, mit der Abwärme aus der Stromerzeugung zu heizen

Foto: AKW Dukovany | Wikipedia


Prag/Brünn (dpa) - Tschechien plant den Bau einer Fermwärmeleitung vom Atomkraftwerk Dukovany bis in die knapp fünfzig Kilometer entfernte Stadt Brünn. Der AKW-Betreiber CEZ und das Versorgungsunternehmen Teplarny Brno unterzeichneten am Montag in Brünn (Brno) im Beisein von Ministerpräsident Petr Fiala ein entsprechendes Memorandum.


Ziel ist es, mit der Abwärme aus der Stromerzeugung zu heizen. Brünn hat rund 380 000 Einwohner. Das Projekt sei ein Beitrag zur Energiesicherheit und Eigenständigkeit des Landes, sagte Fiala. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg betonte er: «Wir tun alles, um schnellstmöglich von russischen Energiequellen unabhängig zu werden.»


Der Bau einer Fernwärmeleitung in die zweitgrößte Stadt Tschechiens war bereits bei den Planungen für das Atomkraftwerk in den 1970-er Jahren berücksichtigt, aber jahrzehntelang nicht realisiert worden. Was die neue Leitung kosten soll, war zunächst nicht bekannt.


Anders als Deutschland und Österreich setzt Tschechien auf die Kernenergie. Das AKW Dukovany ist seit mehr als 35 Jahren in Betrieb. Umweltschützer halten die Anlage des sowjetischen Typs WWER 440/213 für veraltet. Dukovany liegt rund 100 Kilometer nördlich von Wien und 200 Kilometer östlich von Passau.

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