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SZPI: Mehr als die Hälfte der untersuchten Eisproben in Tschechien fällt durch

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Hygienemängel bei der Herstellung und unzureichend gereinigte Maschinen bleiben ein Problem

SZPI: Mehr als die Hälfte der untersuchten Eisproben in Tschechien fällt durch
Foto: Bruce Wem | Unsplash

Die tschechische Lebensmittelinspektion hat auch in diesem Jahr zahlreiche Eisdielen, Cafés und Gastronomiebetriebe kontrolliert. Im Mittelpunkt standen die Qualität des Speiseeises und die Einhaltung der Hygienevorschriften.


Mehr als die Hälfte der in diesem Jahr untersuchten Speiseeisproben in Tschechien hat die geltenden Hygieneanforderungen nicht erfüllt. Das zeigen die aktuellen Kontrollergebnisse der Staatlichen Landwirtschafts- und Lebensmittelinspektion (SZPI). Als Hauptursachen gelten mangelnde Hygiene bei der Herstellung sowie eine unzureichende Reinigung der eingesetzten Geräte.


Im Rahmen der Kontrollen während der Eissaison 2026 entnahmen die Inspektoren insgesamt 149 Proben. Bei 144 davon ist die Laboruntersuchung bereits abgeschlossen. Das Ergebnis: 77 Proben beziehungsweise 53,5 Prozent überschritten die zulässigen mikrobiologischen Grenzwerte. Lediglich 67 Proben erfüllten die gesetzlichen Anforderungen. Die Untersuchung von fünf weiteren Proben steht noch aus.


Die Kontrollen konzentrierten sich insbesondere auf Betriebe mit eigener Eisherstellung, Schnellrestaurants, Konditoreien und Cafés. Auf diese Einrichtungen entfielen nahezu 90 Prozent aller entnommenen Proben. Neben der Qualität und Sicherheit des Speiseeises überprüften die Inspektoren auch die zur Herstellung eingesetzten Maschinen und Geräte.


Mangelnde Hygiene und unzureichende Reinigung als Hauptursachen


Bei sämtlichen beanstandeten Proben stellten die Labore eine Überschreitung des Grenzwerts für Bakterien aus der Familie der Enterobacteriaceae fest. Nach Angaben der Lebensmittelinspektion sind dafür vor allem Hygienemängel bei der Herstellung,

unzureichend gereinigte Maschinen sowie Fehler bei der Zubereitung verantwortlich. Auch eine mangelhafte Schulung des Personals kann eine Rolle spielen.


Ein besonderes Problem betrifft die Herstellung von Softeis. Einige Betreiber entsorgen übrig gebliebenes Eis am Ende des Tages nicht, sondern füllen es am folgenden Tag erneut in die Maschine. Dadurch können Bakterien von der Maschine auf die Eismasse und wieder zurück übertragen werden.


Hygienemängel bei Speiseeis bleiben seit Jahren ein Problem


Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die hygienischen Probleme bei der Speiseeisherstellung in Tschechien keineswegs neu sind. Bereits in den vergangenen Jahren fiel ein erheblicher Teil der untersuchten Proben durch.


Im Jahr 2025 erfüllten nach dem Zwischenstand vom 1. September insgesamt 46 Prozent der untersuchten Proben die Anforderungen nicht. 2024 lag der Anteil bei 52 Prozent, 2023 bei 45 Prozent und 2022 bei 53,3 Prozent. Auch 2021 mit 48,3 Prozent und 2020 mit 51 Prozent bewegten sich die Beanstandungsquoten auf einem ähnlich hohen Niveau.


Nach Einschätzung der SZPI zeigen die Ergebnisse, dass zahlreiche kontrollierte Betriebe die Bedeutung hygienischer Standards bei der Herstellung, Lagerung und dem Verkauf von Speiseeis sowie die regelmäßige Reinigung ihrer Maschinen weiterhin unterschätzen.


Die Behörde weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass sich die festgestellten Beanstandungsquoten nicht auf den gesamten tschechischen Speiseeismarkt übertragen lassen. Die Proben werden auf Grundlage einer Risikoanalyse ausgewählt. Betriebe, bei denen die Inspektoren Probleme vermuten, werden daher häufiger überprüft. Auch Betriebe ohne bisherige Beanstandungen werden regelmäßig kontrolliert, allerdings in größeren Abständen.


Bei Verstößen drohen Betriebsverbote für Maschinen und Geldstrafen


Stellen die Kontrolleure hygienische Mängel fest, ordnet die SZPI entsprechende Maßnahmen an. Dazu gehört insbesondere ein Verbot der weiteren Nutzung der betroffenen Geräte, bis diese gründlich gereinigt und desinfiziert wurden.


Anschließend muss eine mikrobiologische Untersuchung in einem akkreditierten Labor bestätigen, dass die Reinigung erfolgreich war. Erst bei einem einwandfreien Untersuchungsergebnis darf die betroffene Maschine wieder eingesetzt werden.


Darüber hinaus können festgestellte Verstöße gegen die Lebensmittelvorschriften Verwaltungsverfahren und entsprechende Geldstrafen nach sich ziehen.

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