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Tschechische Wettbewerbsbehörde bestraft erneut Prager Flughafen-Taxi-Kartell

Aktualisiert: vor 8 Stunden

Die beiden Unternehmen hatten ihre Dienste ursprünglich über eine Ausschreibung am Flughafen Prag gewonnen

Tschechische Wettbewerbsbehörde bestraft Prager Flughafen-Taxi-Kartell
Foto: Maik Winnecke | Unsplash

Die tschechische Wettbewerbsbehörde hat Taxi-Unternehmen wegen illegaler Absprachen am Flughafen Václav Havel in Prag erneut bestraft. Zwischen 2019 und 2021 wurden Preise und Geschäftspraktiken koordiniert, um Konkurrenz zu vermeiden.


Die tschechische Wettbewerbsbehörde hat Taxi Praha s.r.o. und FIX, spol. s r.o. erneut zu hohen Geldstrafen verurteilt – insgesamt über 11 Millionen Kronen. Grund: ein Kartell im Bereich Taxi- und Vermittlungsdienste am und zum Flughafen Václav Havel in Prag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die betroffenen Unternehmen haben bereits Rechtsmittel eingelegt, teilte ÚOHS (Úřad pro ochranu hospodářské soutěže) heute in einer Pressemitteilung mit.


Im Dezember 2024 hatte der Vorsitzende der Wettbewerbsbehörde das ursprüngliche Urteil aufgehoben und gefordert, dass die Behörde klarer darlegt, ob es sich um verbotene Absprachen im engeren Sinne, um ein abgestimmtes Vorgehen oder um beides zugleich handelte.


Die erneute Prüfung ergab: Zwischen 2019 und 2021 hatten die beiden Taxi-Unternehmen tatsächlich eine verbotene Absprache getroffen. Sie koordinierten ihre Geschäftstätigkeiten, vereinheitlichten die Preise für Fahrgäste und Fahrer, tauschten sensible Geschäftsinformationen aus – und gingen sogar so weit, ihre optische Darstellung anzugleichen, inklusive Webseiten, Fahrzeugkennzeichnungen und Apps. Ziel der Vereinbarung war, die Konkurrenz gemeinsam vollständig zu eliminieren.


Die beiden Unternehmen hatten ihre Dienste ursprünglich über eine Ausschreibung am Flughafen Prag 2016 gewonnen, die für die Jahre 2017–2021 galt und später bis 2023 verlängert wurde. Die Ausschreibung sah bewusst zwei Anbieter vor, um Wettbewerb und faire Preise für Fahrgäste zu sichern. Stattdessen koordinierten die Gewinner ihre Aktivitäten, um genau diesen Wettbewerb zu unterbinden.


Bei der Berechnung der Strafen folgte das Amt seiner Standardmethodik für Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. Rabatte für Vergleichszahlungen oder Compliance-Programme gab es nicht – entsprechende Vorteile hatten die Unternehmen durch ihre Berufungen gegen das ursprüngliche Urteil verloren. Die finale Strafe beträgt 10.124.000 CZK für FIX und 950.000 CZK für Taxi Praha.

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