Škoda Auto meldet Rekordjahr 2025 – Elektroportfolio soll 2026 deutlich wachsen
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Der tschechische Autobauer überschreitet erstmals seit sechs Jahren wieder die Marke von einer Million ausgelieferter Fahrzeuge weltweit

Škoda Auto hat das Geschäftsjahr 2025 mit den besten Ergebnissen seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Der tschechische Automobilhersteller steigerte sowohl Umsatz als auch Gewinn und lieferte weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge aus. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine Strategie zur Elektrifizierung der Modellpalette weiter voran.
Nach Angaben des Unternehmens erzielte die Škoda Auto Group im vergangenen Jahr einen Umsatz von 30,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 8,3 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der operative Gewinn wuchs um 8,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Auch der Netto-Cashflow erreichte mit 2,3 Milliarden Euro einen neuen Höchststand.
Ein wichtiger Treiber der positiven Entwicklung war die steigende Nachfrage nach Fahrzeugen der Marke. Weltweit lieferte Škoda 1.043.900 Autos an Kunden aus – rund 12,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit überschritt der Hersteller erstmals seit sechs Jahren wieder die Marke von einer Million ausgelieferten Fahrzeugen.

„Škoda Auto hat im Jahr 2025 erneut bestätigt, dass das Unternehmen profitables Wachstum auf der Grundlage eines verlässlichen Geschäftsmodells und einer klaren Ausrichtung auf die Kunden aufrechterhalten kann. Im Jahr des 130. Jubiläums unserer Unternehmensgründung haben wir die höchsten Umsätze, den höchsten operativen Gewinn sowie den höchsten Netto-Cashflow in unserer Geschichte erreicht“, sagte Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Europa. In der EU sowie weiteren europäischen Märkten rückte Škoda im Jahr 2025 zur drittmeistverkauften Marke auf. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen unter den zehn größten Herstellern den stärksten Zuwachs bei den Neuzulassungen. Insgesamt wurden in Europa mehr als 840.000 Fahrzeuge registriert.
Das meistverkaufte Modell blieb erneut der Klassiker Octavia. Dahinter folgten die Modelle Kodiaq, Kamiq und Fabia. Die aktuelle vierte Generation des Octavia ist seit 2020 auf dem Markt und hat inzwischen die Marke von einer Million verkauften Fahrzeugen überschritten.

Ein wichtiger Wachstumstreiber waren auch elektrifizierte Fahrzeuge. Die Auslieferungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden stiegen im Jahresvergleich deutlich und erreichten zusammen 218.700 Fahrzeuge. In Europa hatte damit bereits mehr als jedes vierte ausgelieferte Škoda-Auto einen elektrifizierten Antrieb.
Besonders erfolgreich entwickelte sich das elektrische Kompakt-SUV Elroq. Das Modell gehörte zu den meistverkauften Elektroautos in Europa und belegte in mehreren Ländern, darunter der Tschechischen Republik, Dänemark, den Niederlanden und der Slowakei, sogar den ersten Platz bei den Zulassungen.
Für das laufende Jahr plant Škoda eine weitere Ausweitung seines Elektroangebots. In der ersten Jahreshälfte soll der neue elektrische Crossover Epiq vorgestellt werden, später folgt das siebensitzige Familien-SUV Peaq. Mit diesen beiden Modellen will der Hersteller sein Portfolio an vollelektrischen Fahrzeugen nahezu verdoppeln.

Neben der Elektrifizierung setzt das Unternehmen auch auf eine stärkere internationale Präsenz. Im Jahr 2025 nahm Škoda erstmals eine Produktion in Vietnam auf und konnte zugleich seine Verkäufe in Indien nahezu verdoppeln. Auch in Märkten wie der Türkei, Marokko oder Ägypten verzeichnete der Hersteller deutliche Zuwächse.
Indien entwickelt sich dabei zunehmend zu einem zentralen Pfeiler der internationalen Strategie des Unternehmens. Mit mehr als 70.000 ausgelieferten Fahrzeugen erreichte Škoda dort im vergangenen Jahr einen neuen Rekord. Gemeinsam mit Vietnam gilt der Markt als wichtiger Ausgangspunkt für die weitere Expansion in Südostasien.








