Prager Hauptbahnhof: Neue Abdichtung für Decke der Abfertigungshalle geplant
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Arbeiten sollen noch in der ersten Hälfte des Jahres beginnen – Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2028

Die tschechische Eisenbahnverwaltung plant eine umfassende Sanierung der Decke der Abfertigungshalle am Prager Hauptbahnhof. Ziel der Arbeiten ist es, ein seit Jahren bestehendes Problem zu lösen: Wasser dringt von der darüber verlaufenden Straße und den angrenzenden Flächen in die Konstruktion des Gebäudes ein.
Die staatliche Infrastrukturverwaltung Správa železnic hat nun eine Ausschreibung für die erste Bauphase gestartet. Der Beginn der Arbeiten ist noch in der ersten Hälfte dieses Jahres vorgesehen. Neben der Erneuerung der wasserundurchlässigen Abdichtung der Decke sind auch Anpassungen an der Magistrale in der Wilsonova-Straße geplant, die direkt über der Abfertigungshalle verläuft.
Die Bauarbeiten sollen bis 2028 dauern. Hintergrund der Sanierung sind wiederkehrende Probleme mit eindringendem Wasser aus dem Bereich des Parkplatzes und der darüber verlaufenden Straße. Die Abfertigungshalle stammt aus den 1970er-Jahren, und ihre Konstruktion soll nun umfassend instand gesetzt werden.

Im Rahmen der Bauarbeiten wird auch die Stahlbetonplatte über der Halle saniert. Grundlage dafür ist ein Gutachten von Experten des Klokner-Instituts. Zudem werden angrenzende Straßen und Gehwege erneuert. Der Zugang zum historischen Fantova-Gebäude soll künftig über einen neuen Fußgängerüberweg über die Magistrale vom Parkplatz aus erfolgen.
Auch das Umfeld des Bahnhofs wird aufgewertet. Geplant ist die Verlegung der öffentlichen Beleuchtung sowie die Pflanzung neuer Bäume vor dem Fantova-Gebäude. Darüber hinaus soll der Zugang zum Hauptbahnhof vom Nationalmuseum aus verbessert werden.

Der geschätzte Auftragswert für die Bauarbeiten liegt bei rund 300 Millionen Kronen. Finanziert wird das Projekt teilweise über einen Kredit der Europäischen Investitionsbank im Rahmen des Programms „Czech Rail TEN-T and Regional“. Den nationalen Finanzierungsanteil übernimmt der Staatliche Fonds für Verkehrsinfrastruktur.





