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Prag verschärft Kontrollen der sogenannten „Pseudoveteranen“

Im letzten Jahr wurden bei allen Kontrollen der Fahrzeuge Gesetzesverstöße festgestellt

Prag verschärft Kontrollen der sogenannten „Pseudoveteranen“
Foto: Portál hlavního města Prahy

Pseudoveteranen im Visier: Prag deckte bei Kontrollen von Rundfahrten mit nachgebauten historischen Fahrzeugen wiederholt Verstöße gegen Vorschriften auf. Zehn Überprüfungen im vergangenen Jahr führten zu zehn Beanstandungen.


Das Magistrat der Hauptstadt Prag hat auch 2025 seine Kontrollen im Bereich der Fahrdienste verstärkt. Neben klassischen Taxis standen dabei erstmals verstärkt sogenannte „Pseudoveteranen“ im Fokus – nachgebaute historische Fahrzeuge, die für Rundfahrten genutzt werden, deren technischer Zustand jedoch häufig Mängel aufweist. Insgesamt führte die Stadt zehn Kontrollen bei Betreibern und Fahrern solcher Fahrzeuge durch – und in allen Fällen wurden Gesetzesverstöße festgestellt.


„Einige Anbieter versuchten, den gesetzlichen Pflichten zu entgehen, indem sie behaupteten, es handle sich um eine Tätigkeit eines Vereins, bei der die Fahrgäste nicht für die Fahrt zahlen, sondern lediglich für eine Mitgliedschaft. Die Kontrollen zeigten jedoch, dass die Betreiber grundlegende Pflichten der Taxisbranche nicht einhielten, darunter fehlende Gewerbeerlaubnisse für den Personenverkehr. Diese Verstöße wurden in Ordnungswidrigkeitsverfahren weiterverfolgt. Auch in diesem Jahr werden wir uns auf detaillierte Kontrollen konzentrieren“, erklärt Jaromír Beránek, stellvertretender Bürgermeister Prags für den Bereich Verkehr.


Er fügte hinzu, dass letzte Woche im Stadtrat eine Novelle der Verordnung über den Betrieb von Taxis verabschiedet wurde, die unter anderem die Einhaltung von Emissionsnormen regelt und künftig auch für Pseudoveteranen gilt. Dies soll die Situation langfristig verbessern.


Die Stadt beschäftigt sich bereits seit 2021 intensiv mit Kontrollen dieser historischen Fahrzeuge. Damals wurden ebenfalls schwerwiegende Verstöße festgestellt: Fahrzeuge waren nicht in der offiziellen Taxi-Datenbank registriert, Fahrer verfügten nicht über die erforderliche Taxi-Lizenz. Betreiber behaupteten, sie würden lediglich Fahrzeuge mit Fahrer vermieten, nicht jedoch Taxis betreiben. Das Verkehrsamt verhängte damals eine Geldstrafe von 200.000 Kronen, deren Rechtmäßigkeit später sowohl vom tschechischen Verkehrsministerium als Berufungsinstanz als auch vom Stadtgericht Prag bestätigt wurde. Auch das Höchste Verwaltungsgericht und das Verfassungsgericht bestätigten in diesem Jahr die Rechtmäßigkeit der Maßnahme nach weiteren Rechtsmitteln der Betreiber.


In Prag werden Taxi-Services nicht nur über digitale Apps oder klassische Taxifahrten mit Taxameter angeboten. Unter die Taxi-Regelungen fallen auch vertraglich organisierte Fahrten, etwa Hoteltransfers, sowie Rundfahrten und Fahrten in den historischen Fahrzeugen – den Pseudoveteranen.

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