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Prag setzt Kurswechsel fort: Von Low Budgetziel zur Premium-Destination

Die tschechische Hauptstadt ist dabei, das Etikett seines billigen Partyziels loszuwerden

Foto: Prague City Tourism

Laut den neuesten Daten von STR (Smith Travel Research) nähert sich Prag im zweiten Quartal dieses Jahres beim Durchschnittspreis für Hotelzimmer anderen europäischen Hotspots an und setzt somit ein Zeichen für den Aufstieg zur Premium-Destination. Der Anstieg der durchschnittlichen Zimmerpreise in Prag war sogar höher als in Wien und Berlin und lag im Juni bei 19 % im Vergleich zum Vorjahr.


Die Hauptstadt Tschechiens erreichte in Q2 ein Preisniveau pro Hotelzimmer, das mit historisch teureren europäischen Reisezielen vergleichbar ist. Damit hat Prag nicht nur östliche Nachbarstädte wie Bratislava und Warschau übertroffen, sondern auch etablierte Größen wie Berlin und Wien. Der durchschnittliche Tagespreis für ein Hotelzimmer in Prag lag im Juni bei 126 €, während er in Wien und Berlin bei rund 140 € lag. Destinationen wie Bratislava (100 €) und Warschau (108 €) blieben deutlich darunter. In den Monaten April und Mai waren Zimmer in Prag im Durchschnitt sogar teurer als die Zimmerpreise in der deutschen Hauptstadt.


„Prag hat einen vielversprechenden Kurs eingeschlagen, den wir unbedingt fortsetzen müssen. Unser Ziel ist es, uns langfristig mit Städten wie Berlin und Wien zu messen und den Ruf als ausschließliches Partyziel hinter uns zu lassen. Qualität hat ihren Preis, und wir sollten nicht weniger verlangen als andere erstklassige Destinationen. Eine nachhaltige Investition in die Tourismusentwicklung ist unerlässlich", betonte Jiří Pospíšil, stellvertretender Minister für Kultur und Tourismus.


Prag überholte im Juni Destinationen wie Berlin und Wien, was den Anstieg des durchschnittlichen Zimmerpreises im Vergleich zum Vorjahr angeht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Preise in Prag um 19,4 %. Im Gegensatz dazu verzeichnete Berlin einen Preisanstieg von 14 % und Wien einen Anstieg von 13,4 %.


„Die positive Entwicklung, die höheren Zimmerpreise und der Wettbewerb mit den Top-Destinationen Europas, sind bemerkenswert. Dennoch müssen die Stadt und ihre Partner die Bemühungen der letzten zwei Jahre fortsetzen, einschließlich der gezielten Wiederverwendung der Einnahmen aus der Zimmersteuer für Tourismusprojekte und Marketingaktivitäten", betonte Václav Stárek, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes der Tschechischen Republik.


„Der schrittweise Wandel im Tourismuscharakter Prags zahlt sich zweifellos aus, er erfordert jedoch eine langfristige und systematische Herangehensweise. Die vorliegenden Daten spiegeln diese strategische Arbeit wider und bestätigen, dass Prag langsam aber sicher sein Etikett als Budget-Reisedestination abstreift", ergänzte František Cipro, Vorstandsvorsitzender von Prague City Tourism.

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