Inflation in Tschechien verlangsamt sich im Februar auf 1,4 Prozent
- Tschechien News

- vor 37 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Die Inflationsrate lag leicht unter dem Wert vom Januar – zugleich war es der niedrigste Wert seit Oktober 2016

Die Inflation in Tschechien hat sich im Februar weiter abgeschwächt. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes lag die jährliche Teuerungsrate bei 1,4 Prozent – so niedrig wie seit Oktober 2016 nicht mehr.
Die Verbraucherpreise in der Tschechischen Republik sind im Februar nur noch moderat gestiegen. Die Inflationsrate lag im Jahresvergleich bei 1,4 Prozent und damit leicht unter dem Wert vom Januar – zugleich der niedrigste Wert seit Oktober 2016. Besonders die Entwicklung bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken trug dazu bei, dass sich der Preisanstieg weiter abschwächte.
Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise im Februar sogar leicht zurück. Insgesamt sank das Preisniveau um 0,1 Prozent. Vor allem bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken wurden niedrigere Preise registriert. Deutlich günstiger wurden etwa Margarine, deren Preis um 16,9 Prozent fiel, sowie haltbare teilentrahmte Milch mit einem Rückgang von 7,6 Prozent. Auch Getreideprodukte, alkoholfreie Getränke, Schweinefleisch, Käse sowie Schokolade und Kakao wurden billiger.
Auf der anderen Seite sorgten einige Bereiche für steigende Preise. Besonders im Bereich Freizeit, Sport und Kultur verteuerten sich organisierte Urlaubsreisen und Pauschalreisen um 4,8 Prozent. Auch im Verkehr stiegen die Preise leicht an, vor allem wegen höherer Kosten für Kraftstoffe und Schmierstoffe. Bei Lebensmitteln verteuerte sich zudem Gemüse um 2,3 Prozent, wobei Kartoffeln mit einem Plus von 13,8 Prozent besonders stark zulegten. Auch Eier wurden um 4,7 Prozent teurer.
Preisentwicklung im Jahresvergleich
Im Jahresvergleich hatten erneut mehrere Bereiche deutlichen Einfluss auf das Preisniveau. Besonders stark wirkten sich die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren aus, die insgesamt um 4,0 Prozent zulegten. Auch Gastronomie- und Beherbergungsleistungen verteuerten sich deutlich: Restaurantleistungen stiegen um 4,2 Prozent, Übernachtungen sogar um 6,8 Prozent.
Im Bereich Wohnen verteuerten sich unter anderem Mieten um 6,1 Prozent. Auch Wasser, Abwasser sowie Dienstleistungen rund um kleinere Reparaturen im Haushalt wurden teurer. Dagegen sanken die Energiepreise deutlich: Strom verbilligte sich im Jahresvergleich um 11,9 Prozent, Erdgas um 7,2 Prozent.
Besonders stark stiegen weiterhin einzelne Lebensmittelpreise. So verteuerte sich Rindfleisch im Vergleich zum Vorjahr um fast 22 Prozent, während Eier rund 16,5 Prozent teurer wurden.
Insgesamt entwickelten sich Waren und Dienstleistungen unterschiedlich. Während Waren im Jahresvergleich um 0,7 Prozent günstiger wurden, stiegen die Preise für Dienstleistungen um 4,5 Prozent.
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HICP)
Auch die europäische Vergleichszahl zeigt eine moderate Entwicklung in Tschechien. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HICP) lag im Februar laut vorläufigen Berechnungen im Jahresvergleich bei 0,9 Prozent. Damit liegt die Inflation deutlich unter dem Durchschnitt der Eurozone, der laut Schätzung von Eurostat bei 1,9 Prozent lag. Innerhalb der Europäischen Union verzeichnete zuletzt Rumänien die höchste Inflationsrate, während Frankreich den niedrigsten Wert aufwies.








