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Prag lässt eingestürzte Skulptur „Rovnováha“ originalgetreu nachbauen

Die Stadt stellt 13 Millionen Kronen für Rekonstruktion der ikonischen Skulptur an der Barrandov-Brücke bereit

Prag lässt eingestürzte Skulptur „Rovnováha“ originalgetreu nachbauen
Foto: Wikimedia Commons

Nach dem Teileinsturz der Betonskulptur an der Barrandov-Brücke in Prag am Freitag letzter Woche stellte die Stadt 13 Millionen Kronen für die Rekonstruktion der ikonischen Skulptur bereit.


Die Stadt Prag wird die eingestürzte Skulptur „Rovnováha“ (Gleichgewicht) nach dem ursprünglichen Entwurf des Bildhauers Josef Klimeš originalgetreu rekonstruieren. Der Prager Stadtrat beschloss am Montag den Abschluss eines Unterlizenzvertrags für die Herstellung einer neuen dreidimensionalen Replik sowie die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel.


Für das Projekt stellt die Stadt insgesamt 13 Millionen Kronen bereit. Die neue Skulptur wird auf Grundlage der Projektdokumentation des Klokner-Instituts der Tschechischen Technischen Universität (ČVUT) gefertigt und soll sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Bauweise dem Original aus dem Jahr 1989 entsprechen. Wie das ursprüngliche Kunstwerk wird auch die Replik als massiv verstärkte Betonkonstruktion in klassischer Schalung ausgeführt.



Die Skulptur wurde Ende der 1980er-Jahre im Rahmen der künstlerischen Gestaltung der Barrandov-Brücke geschaffen. Mit dem Entwurf war Josef Klimeš vom Architekten Karel Filsak beauftragt worden, der für das architektonische Gesamtkonzept der Brücke verantwortlich war.


Nach Angaben der Stadt soll die Rekonstruktion das ursprüngliche Erscheinungsbild und das künstlerische Vermächtnis von Josef Klimeš bewahren. Kulturstadtrat Tomáš Slabihoudek bezeichnete die Skulptur als eines der prägenden Kunstwerke im öffentlichen Raum Prags. Mit der originalgetreuen Nachbildung könne das Werk künftig wieder sicher an seinen angestammten Standort zurückkehren.


Auch Prags Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda sprach von einem wichtigen Schritt zum Erhalt eines bedeutenden Bestandteils des Stadtbildes. Ziel sei es, das Kunstwerk möglichst originalgetreu für kommende Generationen zu bewahren.


Nachdem die Skulptur am vergangenen Freitag schließlich von selbst eingestürzt war, beschloss die Stadt nun ihre Wiederherstellung. Bereits zuvor hatten statische Gutachten den schlechten Zustand des Kunstwerks bestätigt. Aus Sicherheitsgründen war der Bereich abgesperrt worden. Zudem wurde ein detaillierter 3D-Scan der Skulptur erstellt, der nun als Grundlage für die originalgetreue Replik dienen wird.

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