Prager Metro D: Tunnelvortrieb in Nové Dvory gestartet
Zunächst entstehen ein Zugangs- und ein Belüftungstunnel – Tunnelbohrmaschinen sollen Mitte 2027 in Prag eintreffen

Beim Bau der Prager Metrolinie D haben die Arbeiten unter Tage an einem weiteren Abschnitt begonnen. In Nové Dvory wird zunächst ein rund 300 Meter langer Zugangs- und Belüftungstunnel für die künftige Station vorgetrieben.
Knapp drei Monate nach dem Baustart für den Abschnitt zwischen Ryšánka, ursprünglich Olbrachtova, und Nové Dvory hat das Bauunternehmen HOCHTIEF CZ mit den eigentlichen Vortriebsarbeiten begonnen. Als Erstes entstehen der Zugangs- und der Belüftungstunnel der künftigen Metrostation Nové Dvory.
Zum Auftakt der Arbeiten segnete der katholische Priester František Čech eine Statue der heiligen Barbara. Die Schutzpatronin der Bergleute, Bauarbeiter und Mineure soll einer jahrhundertealten Tradition zufolge die Beschäftigten bei ihrer Arbeit unter Tage vor Unglücken bewahren.

Die aus Lindenholz gefertigte Figur wurde oberhalb des Tunnelportals angebracht. Sie stammt aus einer Holzschnitzerei im südtirolerischen Grödnertal, deren Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Geschaffen wurde sie von den Brüdern Grossrubatscher, die der bekannten Künstlerfamilie Moroder entstammen.
Rund 300 Meter Tunnel bis Frühjahr 2027
Vor Beginn des Tunnelvortriebs wurden die Baustelleneinrichtung vorbereitet, die Baugrube und das Portal des Zugangstunnels ausgehoben sowie Versorgungsleitungen verlegt und neue Anschlüsse geschaffen. Bislang wurden etwa 2,5 Meter des künftigen Zugangstunnels vorgetrieben.
Insgesamt soll der Zugangs- und Belüftungstunnel eine Länge von rund 300 Metern erreichen. Der Zugangstunnel ist nur vorübergehend vorgesehen und dient dem Vortrieb, dem Abtransport des Ausbruchmaterials sowie dem Bau der Station Nové Dvory.

Die Arbeiten am Zugangs- und Belüftungstunnel sollen bis Ende des ersten Quartals 2027 dauern. Anschließend beginnt der Vortrieb für die eigentliche, einschiffige Station Nové Dvory einschließlich der Rolltreppentunnel und Aufzugsschächte. Die Station soll vollständig ausgebrochen sein, bevor die Tunnelbohrmaschinen auf dem Baustellengelände eintreffen.
Tunnelbohrmaschinen kommen Mitte 2027
Auf dem Baustellengelände werden derzeit die Startgrube für zwei Tunnelbohrmaschinen vorbereiett. Dafür werden t Gesteinsschichten aufgeschüttet und verdichtet. Gleichzeitig entstehen ein Logistikzentrum und eine Halle zur Herstellung der für den Tunnelbau benötigten Segmente.

Der Vertrag über die Produktion und Lieferung der beiden Tunnelbohrmaschinen ist bereits abgeschlossen. Die Maschinen befinden sich derzeit im Bau und sollen Mitte 2027 auf der Baustelle Rezerva eintreffen.










