Baustart für neues P+R-Parkhaus in Prag-Zličín
Bis Mitte 2028 entstehen unweit der Metrostation insgesamt 596 Stellplätze

In Prag-Zličín hat offiziell der Bau eines neuen mehrstöckigen P+R-Parkhauses begonnen. Die Anlage soll Pendlern aus Gebieten westlich von Prag den Umstieg vom Auto auf die Metro oder den Bus erleichtern.
Mit einer symbolischen Grundsteinlegung wurde der Bau des P+R-Parkhauses Na Radosti im Prager Stadtteil Zličín offiziell gestartet. Das fünfstöckige Gebäude wird über 462 Stellplätze verfügen. Weitere 134 Parkmöglichkeiten entstehen auf einer zusätzlichen Außenfläche. Insgesamt sollen dort bis zu 596 Fahrzeuge Platz finden.
Das Parkhaus wird auf dem Gelände des Depots Zličín an der Straße Na Radosti errichtet. Es liegt in Gehweite der Metrostation Zličín. In unmittelbarer Nähe sollen zudem neue Haltestellen für städtische und regionale Buslinien entstehen.

„Das neue Parkhaus in Zličín, das als P+R-Anlage betrieben wird, bietet einen weiteren Grund, nicht mit dem Auto bis ins Stadtzentrum zu fahren“, erklärte der stellvertretende Prager Oberbürgermeister für Verkehr, Jaromír Beránek. Die bestehenden P+R-Parkplätze im Westen Prags seien häufig bereits früh am Morgen vollständig belegt. Künftig könnten weitere 596 Pendler ihr Fahrzeug am Stadtrand abstellen und ohne Verzögerung mit der Metro weiterfahren.
Von den insgesamt 596 Stellplätzen sind zehn für Menschen mit eingeschränkter Mobilität vorgesehen. Acht Plätze werden Familien mit Kindern vorbehalten sein. Darüber hinaus entstehen elf Stellplätze für Elektrofahrzeuge mit Ladestationen.

Den Zuschlag für die Errichtung erhielt das Konsortium P+R DEPO Zličín – BAK & MTS. Es hatte im Ausschreibungsverfahren mit einem Preis von 619.498.137,01 Kronen das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht.
Die Bauarbeiten sollen nach der Übergabe des Baugeländes 18 Monate dauern. Weitere drei Monate sind für die Bauabnahme vorgesehen. Nach den derzeitigen Planungen soll das P+R-Parkhaus Na Radosti Mitte 2028 für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

Die Stadt Prag erwartet, dass die neue Anlage das Verkehrsaufkommen auf den umliegenden Straßen reduziert und die Verkehrssituation im erweiterten Stadtzentrum verbessert. Zugleich sollen Emissionen und Verkehrslärm verringert werden.










