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Tschechien führt erneut Preisobergrenzen für Kraftstoffe ein

vor 18 Minuten
2 Min. Lesezeit

Verbrauchsteuer auf Diesel sinkt im Oktober auf das europäische Mindestniveau – Regierung reagiert auf steigende Öl- und Kraftstoffpreise

Tschechien führt erneut Preisobergrenzen für Kraftstoffe ein
Foto: Jennifer Latuperisa-Andresen | Unsplash

Die tschechische Regierung greift angesichts der angespannten Lage auf den internationalen Energiemärkten erneut in die Kraftstoffpreise ein. Autofahrer und Unternehmen sollen im Oktober durch Preisobergrenzen und eine niedrigere Dieselsteuer entlastet werden.


Die tschechische Regierung führt im Oktober erneut eine Regulierung der Kraftstoffpreise ein. Gleichzeitig wird die Verbrauchsteuer auf Diesel für einen Monat gesenkt. Damit reagiert Tschechien auf die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und Einschränkungen bei den saudischen Öllieferungen an europäische Raffinerien.


Die Maßnahmen gelten vom 1. bis zum 31. Oktober 2026. Nach Angaben der Regierung sollen sie den wachsenden Preisdruck im Groß- und Einzelhandel abfedern sowie Unternehmen und private Haushalte entlasten.


„Ab dem 1. Oktober führen wir die bewährte Regulierung der Kraftstoffpreise wieder ein und senken zugleich für einen Monat die Verbrauchsteuer auf Diesel auf das europäische Mindestniveau“, erklärte Finanzministerin Alena Schillerová. Die Maßnahmen würden deutlich inflationsdämpfend wirken und dazu beitragen, die Kraftstoffpreise in Tschechien auf einem der niedrigsten Niveaus innerhalb der Europäischen Union zu halten.


Höchstpreise werden täglich festgelegt


Die neue Verordnung orientiert sich an der früheren Preisregulierung, die am 19. Juli 2026 ausgelaufen war. Das Finanzministerium wird an jedem Arbeitstag die maximal zulässigen Preise für Benzin und Diesel am folgenden Tag bekannt geben. An arbeitsfreien Tagen gilt der zuletzt veröffentlichte Höchstpreis.


Die festgelegten Höchstpreise basieren weiterhin auf Marktdaten. Sie setzen sich aus durchschnittlichen Großhandelspreisen (unter anderem von ČEPRO, ORLEN und MOL) sowie internationalen Börsenkursen der Organisation Platts zusammen. Hinzu kommen die gedeckelte Marge von 2,50 Kronen und die Mehrwertsteuer.


Diesel soll um 2,35 Kronen je Liter günstiger werden


Parallel dazu erlässt der Staat im Oktober einen Teil der Verbrauchsteuer auf Diesel und entsprechende Kraftstoffgemische. Die Entlastung beträgt 1,939 Kronen je Liter. Einschließlich der Mehrwertsteuer soll Diesel dadurch insgesamt um 2,35 Kronen je Liter günstiger werden.


Der Steuersatz sinkt von derzeit 9,95 Kronen auf 8,011 Kronen je Liter und entspricht damit dem in der Europäischen Union zulässigen Mindestniveau.


Von der Steuersenkung sollen insbesondere Transportunternehmen profitieren. Die Regierung erwartet zugleich einen dämpfenden Effekt auf die Preisentwicklung in der gesamten Wirtschaft. Für der öffentlichen Haushalt werden Mindereinnahmen von rund 1,1 Milliarden Kronen veranschlagt.

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