Prag investiert knapp 48 Millionen Kronen in Cybersicherheit
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Die Hauptstadt will ihre digitalen Sicherheitssysteme in der Stadtverwaltung und bei der Prager Stadtpolizei modernisieren und erweitern

Prag investiert knapp 48 Millionen Kronen in die Modernisierung seiner Cybersicherheit. Geschützt werden sollen die digitalen Systeme der Stadtverwaltung und der Prager Stadtpolizei.
Prag verstärkt den Schutz seiner digitalen Infrastruktur. Die Hauptstadt will ihre bestehenden Instrumente zur Cybersicherheit in der Stadtverwaltung und bei der Prager Stadtpolizei erneuern und ausbauen. Dafür soll die Sicherheitsplattform Fidelis zum Einsatz kommen. Der Angebotspreis im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung liegt bei rund 47,7 Millionen Kronen ohne Mehrwertsteuer.
Die umfangreiche digitale Infrastruktur der Stadt umfasst Zehntausende Komponenten und gewährleistet den Betrieb wichtiger Informationssysteme der Prager Stadtverwaltung, der einzelnen Stadtbezirke, der Stadtpolizei und des städtischen Kamerasystems. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, müssen Cyberbedrohungen frühzeitig erkannt und mögliche Angriffe schnell abgewehrt werden.
„Die Sicherheit einer Stadt wird heute nicht nur durch Feuerwehrleute, Polizisten oder Hochwasserschutzanlagen gewährleistet. Ebenso wichtig ist der Schutz der digitalen Infrastruktur, auf der das tägliche Funktionieren der Stadt und ihrer Dienstleistungen beruht“, erklärt der Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda.
Cyberbedrohungen würden immer komplexer, weshalb Prag entsprechend vorbereitet sein müsse. Die Investition in moderne Technologien solle dazu beitragen, Daten, wichtige Systeme und jene Dienstleistungen zu schützen, auf die sich die Einwohner der Hauptstadt täglich verlassen.
Erkennung von Bedrohungen in Echtzeit
Die Plattform Fidelis Elevate gehört bereits zu den wichtigsten Instrumenten der Prager Cybersicherheit. Sie ermöglicht unter anderem eine umfassende Überwachung des Netzwerkverkehrs, die Erkennung von Bedrohungen in Echtzeit sowie die automatische Klassifizierung und Priorisierung sicherheitsrelevanter Ereignisse.
Darüber hinaus unterstützt die Technologie nachträgliche forensische Analysen. Mithilfe sogenannter Deception-Technologie lassen sich auch Bewegungen von Angreifern innerhalb eines bereits infiltrierten Netzwerks erkennen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist die Reaktion auf festgestellte Cyberbedrohungen und Sicherheitsvorfälle. Die Plattform unterstützt deren Untersuchung, hilft bei der Begrenzung möglicher Schäden und ermöglicht die Isolierung betroffener Systeme sowie die Wiederherstellung kompromittierter Endgeräte.
Die gespeicherten Daten können zudem für forensische Untersuchungen, Audits und die Erfüllung gesetzlicher Pflichten gegenüber Regulierungs- und Aufsichtsbehörden genutzt werden.
Stadtpolizei soll stärker in Cybersicherheitssystem eingebunden werden
Geplant ist außerdem, den Einsatz der Plattform bei der Prager Stadtpolizei auszuweiten. Ohne die Implementierung des Systems müsste die Stadt nach eigenen Angaben alternative technische Maßnahmen ergreifen, um die gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Cybersicherheit zu erfüllen. Diese wären sowohl finanziell als auch personell aufwendiger.
Die Finanzierung soll aus dem Haushalt der Hauptstadt Prag für die Jahre 2027 bis 2029 erfolgen.









