Polizei ermittelt nach Derby-Ausschreitungen in Prag: Mehrere Strafverfahren eingeleitet
- Tschechien News
- vor 33 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Die Ermittler werten derzeit zahlreiche Videoaufnahmen aus und rufen beteiligte Fans dazu auf, sich freiwillig bei der Polizei zu melden

Nach dem abgebrochenen Prager Derby vom Samstagabend laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Im Fokus stehen unter anderem der Platzsturm, Angriffe auf Spieler sowie erhebliche Sachbeschädigungen im Stadion von SK Slavia Praha.
Nach den schweren Ausschreitungen rund um das Prager Derby zwischen SK Slavia Praha und AC Sparta Praha am Samstagabend haben die Ermittler mehrere Strafverfahren eingeleitet. Das teilte die Polizei am Montag in einem aktuellen Ermittlungsstand mit.
Im Zusammenhang mit dem Angriff auf Sparta Torhüter Jakub Surovčík laufen derzeit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Rowdytum. Zudem befassen sich die Kriminalisten mit dem Platzsturm zahlreicher Fans sowie dem Beschuss des Gästeblocks mit Pyrotechnik. Auch hier wird wegen des Verdachts auf Rowdytum ermittelt.

Darüber hinaus untersuchen die Behörden erhebliche Sachbeschädigungen im Stadion. Betroffen sind unter anderem LED-Werbepaneele zwischen Zuschauerbereich und Spielfeld. Der entstandene Schaden wird vorläufig auf mehrere Hunderttausend Kronen geschätzt.
Weitere Ermittlungen betreffen beschädigte Toilettenanlagen und Stadionsitze. Auch in diesen Fällen wurden Verfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
Nach Angaben der Polizei werden derzeit Dutzende Kameraaufnahmen ausgewertet. Zusätzlich haben die Ermittler weiteres Videomaterial von Medien angefordert, um sämtliche beteiligten Personen identifizieren zu können.
Mehrere Verdächtige konnten laut Polizei bereits identifiziert werden. Dazu zählen Personen, die am Angriff auf den Torhüter beteiligt gewesen sein sollen, sowie weitere Fans, die verdächtigt werden, gegen geltendes Recht verstoßen zu haben.
Die Polizei forderte zudem alle Personen, die während des Spiels auf das Spielfeld liefen oder an anderen rechtswidrigen Handlungen beteiligt waren, dazu auf, sich freiwillig über den Polizeinotruf 158 zu melden.





