Karlsbrücke wird von Pflanzenbewuchs und Algen befreit
- Tschechien News

- vor 3 Stunden
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Spezialisten arbeiten mehrere Wochen lang mit Kletterausrüstung und vom Boot aus – Fußgängerverkehr bleibt ohne Einschränkungen

Mit Seilen, Booten und viel Fingerspitzengefühl beginnt die Reinigung eines der bekanntesten Wahrzeichen Prags. Algen, Pflanzenbewuchs und Sträucher werden in den kommenden Wochen schonend von der Karlsbrücke entfernt – keine Einschränkungen für Besucher.
Die Karlsbrücke wird in den kommenden Wochen gründlich gereinigt. Spezialisten entfernen Algen, Pflanzenbewuchs und wild wachsende Vegetation von der historischen Fassade und den Brückenpfeilern. Die Arbeiten erfolgen teilweise an Seilen und vom Boot aus, sollen den Fußgängerverkehr jedoch nicht beeinträchtigen.
Die planmäßige Wartung der Außenflächen und Pfeiler der Karlsbrücke starteten am Montagmorgen. Die Technische Straßenverwaltung Prag (TSK) will das historische Mauerwerk in den kommenden Wochen von Algen, biologischen Ablagerungen und sogenanntem Anflugbewuchs befreien.
Wegen der schwer zugänglichen Bereiche kommen dabei auch professionelle Klettertechniken zum Einsatz. Arbeiter werden an Seilen an der Außenseite der Brücke eingesetzt, während die unteren Bereiche der Pfeiler von einem Boot auf der Moldau aus behandelt werden.

Nach Angaben der Stadt sollen sämtliche Arbeiten ohne Einschränkungen für Fußgänger oder den Betrieb rund um die Brücke erfolgen. Auch die laufende touristische Hochsaison soll nicht beeinträchtigt werden.
„Die Karlsbrücke ist eine Herzensangelegenheit und ein bedeutendes Symbol unserer Stadt, das Jahrhunderte überdauert hat. Ihre Pflege erfordert absolute Präzision“, erklärte der Erste stellvertretende Prager Oberbürgermeister Jaromír Beránek.
Durch das regelmäßige Entfernen von Algen und Pflanzenbewuchs werde das einzigartige Steinmauerwerk vor unnötigen Schäden geschützt. Die Arbeiten könnten dank der Erfahrung von Restauratoren und Industriekletterern besonders schonend und ohne Einschränkungen für Besucher durchgeführt werden, so Beránek.
Die Reinigung des historischen Mauerwerks erfolgt größtenteils von Hand. Algen und biologische Ablagerungen werden mit Wasser unter kontrolliertem Druck, Nylonbürsten und Holzspachteln entfernt. Zusätzlich kommt ein chlorfreies Mittel zum Einsatz.
An Stellen, an denen Pflanzen oder Sträucher zwischen den Steinblöcken wachsen, werden die Fugen zwei bis drei Zentimeter tief geöffnet. Anschließend entfernen die Restauratoren die Wurzeln und verschließen die betroffenen Bereiche erneut mit traditionellem Kalkmörtel.
Sämtliche Verfahren und verwendeten Materialien werden streng überwacht und fortlaufend mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden abgestimmt. Da die Arbeiten ausschließlich punktuell an der Außenseite der Brücke stattfinden, bleibt die Karlsbrücke für Fußgänger während der gesamten Dauer uneingeschränkt zugänglich.








