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IWF senkt Wachstumsprognose für Tschechien 2026 auf 1,8 Prozent

vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit

Der Internationale Währungsfonds korrigiert seine Erwartungen für die tschechische Wirtschaft nach unten

IWF senkt Wachstumsprognose für Tschechien 2026 auf 1,8 Prozent
Foto: Daniel Wiadro | Unsplash

Die tschechische Wirtschaft dürfte in diesem und im kommenden Jahr langsamer wachsen als bisher erwartet. Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für 2026 von 2,2 auf 1,8 Prozent gesenkt.


Nach der neuesten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) verliert die tschechische Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr deutlich an Dynamik. 2025 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 2,6 Prozent gestiegen. Für 2026 erwartet der IWF nun lediglich ein Plus von 1,8 Prozent, bevor sich das Wachstum im kommenden Jahr geringfügig auf 1,9 Prozent beschleunigen soll.


Im Vergleich zur Frühjahrsprognose bedeutet dies eine Korrektur um 0,4 Prozentpunkte für 2026 und um 0,3 Prozentpunkte für 2027. Die neuen Zahlen verdeutlichen die zurückhaltenderen Erwartungen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Tschechiens.


Tschechisches Finanzministerium bleibt etwas optimistischer


Die aktuelle IWF-Prognose liegt damit unter den Erwartungen des tschechischen Finanzministeriums. Dieses hatte seine Wachstumsschätzung im August ebenfalls nach unten korrigiert, allerdings lediglich von 2,1 auf 1,9 Prozent für das laufende Jahr.


Als wesentlichen Grund für die schwächere Entwicklung nannte das Ministerium die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im Nahen Osten. Insbesondere gestiegene Energie- und Kraftstoffpreise sowie Unsicherheiten im internationalen Handel belasten die Konjunktur.


Für 2027 erwartet das Finanzministerium weiterhin ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent. Der IWF geht dagegen mit 1,9 Prozent von einer wesentlich langsameren Erholung aus.


Tschechien wächst langsamer als Polen, aber schneller als die Slowakei


Im mitteleuropäischen Vergleich fällt die neue IWF-Prognose für Tschechien ebenfalls zurückhaltend aus. Während die tschechische Wirtschaft 2026 um 1,8 Prozent wachsen soll, erwartet der Fonds für Polen einen deutlich stärkeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,4 Prozent.


Auch Ungarn liegt mit prognostizierten 1,9 Prozent leicht vor Tschechien. Die Slowakei dürfte dagegen mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von lediglich 0,8 Prozent deutlich schwächer abschneiden.


Weltwirtschaft zeigt sich widerstandsfähiger


Während der IWF seine Prognose für Tschechien nach unten korrigiert hat, fällt der Ausblick für die Weltwirtschaft etwas günstiger aus. Für 2026 erwartet die Organisation nun ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent, nachdem sie im Juli noch von 3,0 Prozent ausgegangen war. Für 2027 prognostiziert sie eine Beschleunigung auf 3,4 Prozent.

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