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Historischer Sudetendeutscher Tag: Tschechien und Bayern bekräftigen Versöhnung und Frieden

Zum ersten Mal in der Geschichte des Treffens war ein offizieller Regierungsvertreter aus Tschechien anwesend

Foto: Markus Söder | Facebook


Der 73. Sudetendeutsche Tag in Regensburg erwies sich als historischer Moment für die Beziehungen zwischen Tschechien und Bayern. Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Verbundenheit mit den Sudetendeutschen betonte, sendete der tschechische Bildungsminister Mikuláš Bek (STAN) eine eindringliche Botschaft des Friedens. Das offizielle Auftreten Tschechiens bei dieser Veranstaltung markierte einen bedeutsamen Schritt in der Annäherung beider Länder.


Das alljährliche Sudetendeutsche Pfingsttreffen, das in diesem Jahr stattfand, stand nicht nur im Zeichen der Politik, sondern auch der Heimat, Wurzeln und Traditionen. Die beeindruckende Hauptkundgebung wurde von 21 Fahnenabordnungen und Trachtengruppen begleitet, die das farbenprächtige Spektrum der sudetendeutschen Kultur repräsentierten.


Der Auftritt des tschechischen Bildungsministers Mikuláš Bek beim Sudetendeutschen Tag wurde von Bernd Posselt, dem Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, als historischer Moment gewürdigt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Treffens war ein offizieller Regierungsvertreter aus Tschechien anwesend. Diese Tatsache unterstreicht die neue Selbstverständlichkeit in den Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien, die sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Bei den Besuchen von Staatspräsident Petr Pavel und Ministerpräsident Petr Fiala in Regensburg und Selb hatte sich bereits das Potenzial einer harmonischen Zusammenarbeit verdeutlicht.

Foto: Markus Söder | Facebook


Über viele Jahrzehnte wurden die Beziehungen zwischen Tschechien und Bayern von den Schatten der Nazidiktatur, des Zweiten Weltkriegs sowie der Flucht und Vertreibung überschattet. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs begann ein langsamer, aber stetiger Prozess der Annäherung, der jedoch auch Rückschläge erlebte. In diesem Prozess spielte der Dialog zwischen Tschechien und den Sudetendeutschen eine entscheidende Rolle. Mikuláš Bek betonte, dass die Versöhnung in Tschechien auf große Vorbehalte gestoßen sei. Dennoch sei es das erste Mal, dass ein tschechischer Minister ohne Mutprobe vor den Sudetendeutschen stehe. Frühere Regierungsvertreter hatten den Sudetendeutschen Tag nur in halbprivater Mission besucht und waren dafür in Tschechien teilweise angefeindet worden.


Der 73. Sudetendeutsche Tag markiert somit einen bedeutsamen Wendepunkt in der Geschichte der Beziehungen zwischen Tschechien und Bayern. Die Präsenz des tschechischen Bildungsministers Mikuláš Bek und das Bekenntnis Bayerns zur Verbundenheit mit dem "vierten Stamm" verdeutlichen den gemeinsamen Willen beider Seiten, Versöhnung, Frieden und eine konstruktive Zusammenarbeit zu fördern.


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