Prag wählt Namen für neue Moldau-Brücke: Dvorecký Most gewinnt klar
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Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Stadtverordneten

Prager haben entschieden: Die neue Brücke über die Vltava zwischen Podolí und Zlíchov soll „Dvorecký most“ heißen. Bei der öffentlichen Abstimmung entfielen fast 78 % der Stimmen auf den geographischen Namen, der Name „most Anežky České“ blieb damit deutlich dahinter.
Prag hat den Namen für die neue Brücke zwischen Podolí und Zlíchov gewählt: Die Bürger entschieden sich eindeutig für „Dvorecký most“. Bei der öffentlichen Abstimmung Ende Januar entfielen von 7.595 Stimmen 5.914 (77,9 %) auf Dvorecký, nur 1.680 Wähler (22,1 %) sprachen sich für „most Anežky České“ aus, ein Stimmzettel war ungültig.
Neben der Online-Abstimmung über das Portál Pražana gab es auch die Möglichkeit, per Stimmzettel in den Stadtteilen Praha 4 und Praha 5 oder beim Magistrat abzustimmen. Auch hier dominierte der Name Dvorecký most klar: Von 296 abgegebenen Papierstimmen entfielen 245 auf Dvorecký most.
„Die Möglichkeit, den Namen online zu wählen, hat erneut gezeigt, dass Bürgerbeteiligung in Prag funktioniert“, kommentierte Jaromír Beránek, stellvertretender Bürgermeister für Verkehr. Sein Kollege Petr Hlaváček ergänzte: „Ich freue mich, dass der geographische Name gewählt wurde, er ist längst im öffentlichen Bewusstsein verankert.“
Neben der Namenswahl wird der Brücke auch ein kultureller Charakter zugeschrieben: Ein Lampenpark des Künstlers Krištof Kintera wird die Brücke zu einem sichtbaren Kunstwerk im öffentlichen Raum machen, betonte Kulturstadtrat Tomáš Slabihoudek.
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Stadtverordneten, die sich zusätzlich an der Empfehlung der Místopisná komise orientieren werden, welche historische, sprachliche und geographische Aspekte prüft.
Die neue Brücke wird eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Praha 4 und Praha 5 für Busse, Radfahrer und Fußgänger sein. Geplant ist die Eröffnung im April. Architektonisch setzt die Brücke auf weißen Beton, Anklänge an Kubismus und Brutalismus stammen von den Architekten von Atelier 6 und TUBES. Die Gesamtkosten inklusive Lampenpark und Gestaltung des Umfeldes der Brücke belaufen sich auf rund 1,97 Milliarden Kronen.





