1,45 Millionen Pkw: Auto- und Fahrzeugindustrie in Tschechien mit solidem Jahresergebnis 2025
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Nahezu jedes fünfte in Tschechien produzierte Auto war ein batterieelektrisches oder ein Plug-in-Hybrid-Modell

Die Fahrzeugindustrie in Tschechien hat 2025 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein starkes Produktionsniveau gehalten. Mit rund 1,45 Millionen produzierten Pkw erzielte die Branche das historisch zweitbeste Ergebnis.
Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hat die Fahrzeugindustrie in Tschechien im Jahr 2025 erneut ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Insgesamt wurden 1.445.776 Pkw produziert. Zwar entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dennoch handelt es sich um das historisch zweitbeste Ergebnis der Branche.
Besonders deutlich legte die Busproduktion zu: Mit 5.651 hergestellten Fahrzeugen verzeichnete das Segment ein Plus von 26 Prozent. Auch die Produktion schwerer Anhänger und Auflieger über 3,5 Tonnen stieg um 2,5 Prozent auf 2.070 Einheiten. Rückläufig entwickelte sich dagegen die Fertigung kleiner Anhänger bis 3,5 Tonnen, von Lastkraftwagen sowie von Motorrädern.

Ein zentraler Wachstumstreiber war erneut die Elektromobilität. Die Produktion von Pkw mit elektrischem Antrieb stieg im Jahresvergleich um 89 Prozent auf 285.176 Fahrzeuge. Damit entfiel nahezu jedes fünfte in Tschechien produzierte Auto auf ein batterieelektrisches oder ein Plug-in-Hybrid-Modell. Auch bei den Bussen nahm die Elektrifizierung deutlich Fahrt auf: Die Zahl rein batterieelektrischer Busse erhöhte sich um mehr als 57 Prozent auf 385 Fahrzeuge.
Martin Jahn, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (Sdružení automobilového průmyslu, SAP), sprach von einem Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit des Sektors. Die Ergebnisse zeigten, dass Tschechien trotz steigender Kosten, schwankender Nachfrage und globaler Unsicherheiten eines der wichtigsten Produktionszentren Europas bleibe.
Großteil der Fahrzeuge ging in den Export
Mehr als 92,5 Prozent der in Tschechien produzierten Pkw gingen 2025 in den Export. Der Inlandsmarkt nahm lediglich 7,5 Prozent der Gesamtproduktion auf. Größter Hersteller blieb Škoda Auto mit einem Produktionsanteil von 65,5 Prozent. In den tschechischen Werken des Unternehmens liefen 947.140 Fahrzeuge vom Band, ein Plus von 5,6 Prozent. Fast ein Viertel davon entfiel auf elektrische Modelle.
Hyundai Motor Manufacturing Czech verzeichnete in seinem Werk Nošovice einen Produktionsrückgang von 16,5 Prozent auf 276.175 Fahrzeuge, bedingt vor allem durch eine schwächere Nachfrage im zweiten Halbjahr. Der Anteil elektrifizierter Modelle lag dennoch bei knapp 24 Prozent. Toyota Motor Manufacturing Czech Republic produzierte in Kolín 222.461 Fahrzeuge. Trotz eines leichten Rückgangs wurde der ursprüngliche Produktionsplan übertroffen, nicht zuletzt durch die Einführung des Hybridmodells Aygo X.

Nutzfahrzeuge, Busse und Motorräder
Die Produktion von Lkw ging auf 1.349 Fahrzeuge zurück. Der Rückgang ist jedoch vor allem auf eine geänderte statistische Erfassung zurückzuführen. Deutlich positiver fiel die Entwicklung im Bussegment aus. Iveco Czech Republic erreichte mit 5.143 produzierten Bussen einen historischen Höchststand, während auch SOR Libchavy zulegen konnte. Rein batterieelektrische Busse gewannen weiter an Bedeutung.
Im Motorradbereich musste der traditionsreiche Hersteller Jawa Moto hingegen Einbußen hinnehmen. Die Produktion sank um knapp 24 Prozent auf 692 Fahrzeuge.
Insgesamt zeigt die Bilanz für 2025 ein robustes Bild der tschechischen Fahrzeugindustrie, die sich trotz Gegenwinds behauptet und insbesondere bei der Elektrifizierung weiter an Dynamik gewinnt.








