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Digitale Technologien in Tschechien auf dem Vormarsch – Internetnutzung und künstliche Intelligenz gewinnen weiter an Bedeutung

Immer mehr Menschen nutzen Smartphones, Online-Banking und digitale Behördenangebote – auch in Unternehmen nimmt die Rolle von künstlicher Intelligenz und Cloud-Diensten weiter zu

Digitale Technologien in Tschechien auf dem Vormarsch – Internetnutzung und künstliche Intelligenz gewinnen weiter an Bedeutung
Foto: Luis Villasmil | Unsplash

Digitale Technologien prägen den Alltag in Tschechien immer stärker. Immer mehr Menschen nutzen Online-Dienste, mobiles Internet und digitale Behördengänge. Gleichzeitig beschleunigt sich auch in der Wirtschaft der Einsatz neuer Technologien wie künstlicher Intelligenz.


Die Nutzung digitaler Technologien nimmt in Tschechien weiter zu. Sowohl der Zugang zum Internet als auch die Verwendung von Smartphones haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Ohne Internetanschluss bleiben heute vor allem noch Haushalte älterer Menschen. Gleichzeitig greifen die Menschen in Tschechien im europäischen Vergleich überdurchschnittlich häufig auf Online-Banking, Internet-Shopping und digitale Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung zurück.


Ein wichtiger Impuls für die Verbreitung des Internets waren Smartphones in Verbindung mit schnellen mobilen Netzen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Menschen über 16 Jahre, die in Tschechien das Internet über ihr Mobiltelefon nutzen, mehr als verdoppelt. Während es im Jahr 2015 noch rund 3,2 Millionen Personen waren, stieg diese Zahl bis 2025 auf etwa 7,2 Millionen.


Dennoch bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Fehlende digitale Kenntnisse oder eine geringere Bereitschaft, neue Technologien zu nutzen, betreffen vor allem ältere Menschen. „Während in der jüngeren und mittleren Generation fast jeder das Internet auf dem Smartphone nutzt und selbst in der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren im Jahr 2025 bereits 75 Prozent online waren, lag der Anteil bei den über 75-Jährigen nur bei etwa einem Viertel“, erklärte Martin Mana, Leiter der Abteilung für Gesellschaftsentwicklungsstatistik beim Tschechischen Statistikamt.


Tschechien liegt bei Online-Banking über dem EU-Durchschnitt


Auch beim Online-Banking liegt Tschechien über dem europäischen Durchschnitt. Im Jahr 2025 nutzten 85 Prozent der Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren diese Möglichkeit, während der Durchschnitt in der Europäischen Union bei rund 70 Prozent lag. Online-Einkäufe gehören inzwischen ebenfalls für viele Menschen zum Alltag. Im vergangenen Jahr nutzten 75 Prozent der Bevölkerung diese Form des Einkaufs – der fünfthöchste Anteil unter den EU-Staaten.


Zunehmend verbreitet ist auch die digitale Kommunikation mit staatlichen Behörden. Im Jahr 2025 verwendeten in Tschechien bereits 32 Prozent der Menschen über 16 Jahren elektronische Identitäten (eDoklady) für Kontakte mit der öffentlichen Verwaltung. In der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen lag der Anteil sogar bei 49 Prozent.


Parallel dazu gewinnt auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz an Bedeutung. Im Jahr 2025 nutzte rund ein Drittel der Menschen in Tschechien entsprechende Anwendungen – ein Anteil, der in etwa dem EU-Durchschnitt entspricht. Besonders verbreitet ist die Nutzung bei jungen Menschen: In der Altersgruppe von 16 bis 24 Jahren griffen 78 Prozent auf KI-Tools zurück, während bei Personen über 65 Jahren nur rund vier Prozent solche Technologien verwenden.


KI und Cloud-Dienste verbreiten sich zunehmend in tschechischen Unternehmen


Auch in Unternehmen wächst die Bedeutung von künstlicher Intelligenz. Im vergangenen Jahr setzten 18 Prozent der Firmen in Tschechien entsprechende Technologien ein – etwa dreimal so viele wie noch 2023. Innerhalb der EU liegt der Anteil allerdings in einigen nordischen Ländern deutlich höher: In Dänemark nutzten 2025 rund 42 Prozent der Unternehmen KI, in Finnland 38 Prozent und in Schweden 35 Prozent.


Darüber hinaus zeigt sich die fortschreitende Digitalisierung in Unternehmen auch durch schnellere Internetverbindungen, eine steigende Zahl von Mitarbeitern mit Internetzugang sowie durch die zunehmende Nutzung von Cloud-Diensten. Besonders große Firmen mit mindestens 250 Beschäftigten greifen verstärkt auf digitale Technologien zurück. Im Jahr 2025 nutzten 54 Prozent dieser Unternehmen Anwendungen der künstlichen Intelligenz und 86 Prozent bezahlte Cloud-Lösungen – jeweils mehr als im Durchschnitt der EU.

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