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Tschechien verzeichnet stärksten Unternehmenszuwachs seit neun Jahren

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Die Zahl der Unternehmen wächst so stark wie seit 2017 nicht mehr – gleichzeitig nehmen die Firmeninsolvenzen zu

Foto: Blake Wisz | Unsplash
Foto: Blake Wisz | Unsplash

In Tschechien werden deutlich mehr Unternehmen gegründet als aufgelöst – der Nettozuwachs erreichte in den ersten drei Quartalen den höchsten Stand seit 2017. Gleichzeitig stieg die Zahl der Firmeninsolvenzen auf den höchsten Wert seit zehn Jahren.


Die Zahl der Unternehmen in Tschechien wächst weiter. Von Januar bis Ende September 2026 wurden insgesamt 27.801 Gesellschaften gegründet, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden 13.608 Gesellschaften aufgelöst, was einem Anstieg um zwei Prozent entspricht. Das geht aus einer Analyse von CRIF – Czech Credit Bureau auf Grundlage der Daten des Portals informaceofirmach.cz hervor.


Unter dem Strich kamen damit 14.193 Unternehmen hinzu. Dieser Nettozuwachs lag um 18 Prozent über dem Wert der ersten drei Quartale 2025 und erreichte den höchsten Stand für diesen Zeitraum seit 2017. Auf zehn aufgelöste Gesellschaften entfielen im Durchschnitt rund 20 Neugründungen. Eine höhere Wachstumsrate beim Nettozuwachs wurde zuletzt 2021 verzeichnet.


Mehr als jede zweite Neugründung entfällt auf Prag


Mit 14.353 Neugründungen entfielen 52 Prozent aller neuen Gesellschaften auf Prag. Mit deutlichem Abstand folgten die Südmährische Region mit 3.345, die Mittelböhmische Region mit 2.040 und die Mährisch-Schlesische Region mit 1.905 neuen Unternehmen. Die wenigsten Gründungen verzeichnete die Karlsbader Region mit 292.


In 13 der 14 Regionen stieg die Zahl der Neugründungen gegenüber dem Vorjahr. Den stärksten Anstieg verzeichnete Mittelböhmen mit 22 Prozent. In Südböhmen wurden 17 Prozent mehr Gesellschaften gegründet. Lediglich in der Karlsbader Region sank die Zahl der Neugründungen um sechs Prozent.


Die meisten Unternehmensauflösungen gab es in Prag mit 6.923, gefolgt von Südmähren mit 1.615 und Mährisch-Schlesien mit 886.


Handel führt bei Neugründungen


Die meisten neuen Gesellschaften entstanden im Handel mit 4.550, im Baugewerbe mit 3.048 und im verarbeitenden Gewerbe mit 2.629. Im Handel stieg die Zahl der Neugründungen gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent, in der Land- und Forstwirtschaft um 21 Prozent. Rückgänge gab es dagegen bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (−23 Prozent), im Informations- und Kommunikationssektor (−22 Prozent) sowie im Bildungsbereich (−20 Prozent).


Gleichzeitig so viele Firmenpleiten wie seit 2016 nicht mehr


In Tschechien gingen in den ersten drei Quartalen 2026 insgesamt 618 Unternehmen insolvent. Das entspricht einem Anstieg um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ist der höchste Wert für die ersten drei Quartale seit 2016. Fast die Hälfte der Fälle entfiel auf Prag, die wenigsten Insolvenzen verzeichnete die Region Vysočina. Am häufigsten von Insolvenzen betroffen waren Unternehmen im Handel, im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe. CRIF – Czech Credit Bureau

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