Sechs Monate neue Straßenverkehrsinspektion INSID: Mehr als 10.000 Kontrollen
- Tschechien News

- vor 58 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Bei rund jedem fünften kontrollierten Fahrzeug wurden Verstöße gegen geltende Vorschriften festgestellt

Über 10.000 Kontrollen, mehr als 26 Millionen Kronen an Sanktionen: Die neue tschechische Straßenverkehrsinspektion INSID hat in ihren ersten sechs Monaten deutlich durchgegriffen. Vor allem im Güter- und Busverkehr wurden zahlreiche Verstöße festgestellt.
Die tschechische Straßenverkehrsinspektion INSID hat nach den ersten sechs Monaten ihres Bestehens eine Zwischenbilanz gezogen. Von Juli bis Dezember 2025 führten die Inspektoren landesweit 10.142 Straßenkontrollen durch, überwiegend bei Lastkraftwagen und Bussen. In 2.184 Fällen – und damit bei gut jedem fünften kontrollierten Fahrzeug – wurden Verstöße gegen geltende Vorschriften festgestellt.
Insgesamt verhängte INSID in diesem Zeitraum 1.556 Geldstrafen in Höhe von 3,04 Millionen Kronen. Hinzu kamen 839 Kautionen mit einem Gesamtvolumen von 23,49 Millionen Kronen. Die Summe aller Sanktionen belief sich damit auf 26,53 Millionen Kronen. In weiteren 1.279 Fällen wurden die Vorgänge an Verwaltungsbehörden zur Entscheidung über die endgültige Strafhöhe weitergeleitet.

Besonders gravierend waren die Verstöße in 497 Fällen, in denen den Fahrern die Weiterfahrt untersagt wurde, bis festgestellte Mängel behoben waren. In einem Fall betraf dies ein polnisches Transportunternehmen, dessen Fahrzeug erst nach 38 Tagen wieder eingesetzt werden durfte.
Am häufigsten stellten die Inspektoren Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie vorgeschriebene Pausen fest. Weitere Beanstandungen betrafen überladene Fahrzeuge und technische Mängel. Zudem verzeichnete INSID eine wiederholte Missachtung des Wochenend- und Feiertagsfahrverbots.
Auffällig ist, dass sich die Kontrollen nahezu gleichmäßig auf tschechische und ausländische Fahrer verteilten. Während bei tschechischen Transportunternehmen in 22,39 Prozent der Fälle Verstöße festgestellt wurden, lag der Anteil bei ausländischen Unternehmen bei 20,66 Prozent. Die meisten Beanstandungen bei ausländischen Fahrern betrafen Unternehmen aus Polen, Litauen, Slowenien, der Slowakei und Rumänien. Den höchsten prozentualen Anteil an Verstößen wiesen Fahrzeuge aus Rumänien, Deutschland, Polen und der Slowakei auf.








