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Schlafende Schönheiten: Škoda-Museum eröffnet neuen Ausstellungsbereich in historischer Fabrikhalle

Die meisten ausgestellten Exponate stammen aus den Jahren 1913 bis 1948 und werden im ursprünglichen Fundzustand gezeigt

Schlafende Schönheiten: Škoda-Museum eröffnet neuen Ausstellungsbereich in historischer Fabrikhalle
Foto: Škoda-Museum

In einer über 115 Jahre alten Industriehalle öffnet das Škoda-Museum Anfang Dezember 2025 einen neuen Ausstellungsraum für historische Fahrzeuge. Die 23 Exponate, überwiegend im authentischen Fundzustand, verleihen der Schau einen besonders atmosphärischen Charakter.


In einer Industriehalle, die bereits 1907 als Schmiede in Betrieb ging, öffnet das Škoda-Museum in Mladá Boleslav ab dem 1. Dezember 2025 einen neuen Ausstellungsbereich für historische Fahrzeuge. Die 23 ausgestellten Automobile befinden sich überwiegend im sogenannten „Fundzustand“ – so, wie sie nach Jahrzehnten in Scheunen, Werkstätten oder abgelegenen Ecken wiederentdeckt wurden und schließlich in die Sammlung des Museums gelangten.


„Im Rahmen des 130-jährigen Jubiläums der Marke Škoda öffnen wir unseren Besuchern neue, besonders atmosphärische Räume. Mehr als zwanzig historische Fahrzeuge führen zurück zu den Anfängen der Automobilproduktion in Mladá Boleslav. Ihr authentischer Zustand verleiht der Ausstellung eine ganz eigene Aura und Patina“, erklärt Andrea Frydlová, Leiterin des Škoda-Museums.

Schlafende Schönheiten: Škoda-Museum eröffnet neuen Ausstellungsbereich in historischer Fabrikhalle
Foto: Škoda Favorit 2000 OHV (1938) | Škoda-Museum

Historisches Ambiente als Teil des Ausstellungskonzepts


Dass die Schau in einer Halle untergebracht ist, die selbst Automobilgeschichte geschrieben hat, verstärkt den besonderen Charakter des neuen Depotbereichs. Die heute als „Halle V4“ bezeichnete Fabrik wurde 1906 errichtet und ab 1907 als Schmiede genutzt – zu einer Zeit, in der Laurin & Klement die Produktion erweiterte und modernisierte. Neben klassischen Schmiedefeuern und Ambossen stand hier auch ein riesiger Dampfhammer, mit dem große Metallteile in Serie gefertigt wurden.


Schlafende Schätze: Fahrzeuge, die auf ihre Restaurierung warten


Die neue Schau präsentiert 23 historische Automobile, teils im Originalzustand, teils nach ersten konservatorischen Maßnahmen. Die Präsentation erfolgt im musealen „Garagenstil“, der die Originalität der Fahrzeuge betont und hervorragend zur rauen, industriellen Struktur der Halle passt. Jedes Exponat ist mit einer kurzen Beschreibung versehen; weiterführende Informationen lassen sich über QR-Codes abrufen. Wie in der Hauptausstellung des Museums ist auch im neuen Depot künftig eine gewisse Rotation der Fahrzeuge geplant.

Schlafende Schönheiten: Škoda-Museum eröffnet neuen Ausstellungsbereich in historischer Fabrikhalle
Foto: Škoda 430 Cabriolet (1930) | Škoda-Museum

Die rund 30-minütige Führung findet ausschließlich in Begleitung eines Museumsführers statt und muss vorab reserviert werden. Bis zum Jahresende ist der Zugang kostenlos, anschließend wird ein Aufpreis von 100 Kronen auf das Museumsticket erhoben. Die Öffnung des Depots ist Teil eines umfassenderen Plans, das Museum noch stärker für die Öffentlichkeit und Automobilfans zu öffnen. 2026 folgt der nächste Schritt: Dann entsteht eine Ausstellungshalle, in der Prototypen, Designstudien und Konzeptfahrzeuge vom Beginn der 1950er-Jahre bis heute zu sehen sein werden.

Schlafende Schönheiten: Škoda-Museum eröffnet neuen Ausstellungsbereich in historischer Fabrikhalle
Foto: L&K Škoda 120 (1926) sanita | Škoda-Museum

Der Besuch des Škoda-Museums kann mit dem Besuch des Ferdinand-Porsche-Geburtshauses in Liberec-Vratislavice kombiniert werden, wofür ein vergünstigter Kombi-Tarif angeboten wird. Das Geburtshaus ist freitags, samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. An anderen Tagen ist ein Besuch nach vorheriger Vereinbarung mit dem Besucherdienst des Škoda-Museums möglich. Škoda Museum | Mladá Boleslav

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