top of page

Prag: Tausende Fundsachen im ersten Halbjahr – Auch Brustimplantat und Paddleboard abgegeben

Die meisten verlorenen Gegenstände werden in öffentlichen Verkehrsmitteln vergessen – Unter den diesjährigen Fundsachen finden sich zahlreiche kuriose Gegenstände

Prag: Tausende Fundsachen im ersten Halbjahr – Auch Brustimplantat und Paddleboard abgegeben
Foto: Angshu Purkait | Unsplash

Tausende Fundsachen landen jedes Jahr im Prager Fundbüro – die meisten davon stammen aus Bussen, Strassenbahnen und der Metro. Unter den diesjährigen Funden befinden sich auch kuriose Gegenstände.


In Prag sind im ersten Halbjahr 2026 erneut Tausende verlorene Gegenstände abgegeben worden. Besonders häufig bleiben Taschen, Schlüssel, Mobiltelefone oder Geldbörsen in den Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs liegen. Unter den diesjährigen Fundsachen befanden sich jedoch auch ungewöhnliche Gegenstände wie ein Paddleboard, ein Brustimplantat, ein Gebissabdruck oder eine Schreibmaschine.


Bis zum 30. Juni registrierte das Fundbüro des Prager Rathauses insgesamt 3.060 abgegebene Gegenstände. Davon konnten 322 an ihre rechtmässigen Besitzer zurückgegeben werden. Nach Angaben der Stadt bewegen sich die Zahlen seit mehreren Jahren auf einem ähnlichen Niveau. Lediglich während der Corona-Pandemie wurden deutlich weniger Fundsachen abgegeben.


Der grösste Teil der verlorenen Gegenstände stammt aus den Verkehrsmitteln des Prager Nahverkehrs. Allein der Prager Verkehrsbetrieb (DPP) verzeichnete im ersten Halbjahr 5.060 Fundsachen. Mehr als 34 Prozent beziehungsweise 1.745 Gegenstände konnten an ihre Eigentümer zurückgegeben werden. Besonders häufig handelt es sich um Taschen, Rucksäcke, Mobiltelefone, Schlüssel, Geldbörsen, Kopfhörer oder Fahrkarten.


Nicht abgeholte Fundsachen ohne personenbezogene Daten übergibt der DPP jeweils dienstags an das städtische Fundbüro in der Karolíny-Světlé-Strasse im Prager Stadtzentrum.


Nach der Abgabe wird jeder Fundgegenstand registriert und protokolliert. Wer einen verlorenen Gegenstand zurückerhalten möchte, muss dessen Eigentum nachweisen und sich mit einem Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Die Fundsachen werden bis zu drei Jahre aufbewahrt. Für die Lagerung fällt eine Gebühr von 3 CZK pro Kalendertag an.


Meldet sich der Eigentümer innerhalb der gesetzlichen Frist nicht, können die Gegenstände verkauft werden. Die Stadt bietet nicht abgeholte Fundsachen einmal monatlich im Rahmen eines Sammelverkaufs an. Kaufberechtigt sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen. Ausschlaggebend ist das höchste Gebot. Verkauft werden ausschliesslich Gegenstände, die von der Stadt Prag oder ihren Einrichtungen nicht selbst genutzt werden können. Sämtliche Verkaufsangebote werden auf der offiziellen Amtstafel des Prager Rathauses veröffentlicht.


Das Fundbüro der Stadt Prag befindet sich in der Karolíny Světlé 5 in der Prager Altstadt und ist montags sowie mittwochs jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 12.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

bottom of page