Prag 6 plant langfristige Zukunft für Schloss Veleslavín
- Tschechien News

- vor 3 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Eine umfassende Studie soll Nutzungsmöglichkeiten, Finanzierung und ein tragfähiges Betriebskonzept für das historische Areal entwickeln

Für Schloss Veleslavín soll ein langfristiges Nutzungskonzept entwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen die künftige kulturelle, soziale und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung des denkmalgeschützten Areals.
Der Prager Stadtbezirk Prag 6 treibt die Rettung und Wiederbelebung von Schloss Veleslavín voran. Eine neue Entwicklungsstudie soll klären, wie das denkmalgeschützte Areal künftig kulturell, sozial und wirtschaftlich nachhaltig genutzt werden kann.
Nachdem das Prager Stadtparlament dem Ankauf des Schlosses vom tschechischen Staat einstimmig zugestimmt hat, beginnen nun die Vorbereitungen für die künftige Nutzung des Geländes. Nach Abschluss des Kaufs soll das Areal voraussichtlich in die Verwaltung von Prag 6 übergehen.
Innerhalb der kommenden neun Monate sollen realistische Nutzungsszenarien, eine wirtschaftliche und rechtliche Bewertung sowie ein langfristiges Betriebsmodell entstehen. In die Planungen sollen neben Fachleuten auch Anwohner, zivilgesellschaftliche Organisationen und bereits im Schloss aktive Initiativen einbezogen werden.

Kultur-, Gemeinschafts- und Dienstleistungszentrum geplant
Das Schloss Veleslavín mit seinem Park und mehreren historischen Gebäuden zählt nach Angaben des Stadtbezirks zu den wichtigsten Entwicklungsprojekten im Bereich der öffentlichen Infrastruktur. Ziel ist es, das Areal in ein Kultur-, Gesellschafts- und Gemeinschaftszentrum umzuwandeln. Gleichzeitig sollen dort soziale, gesundheitliche und bildungsbezogene Angebote entstehen.
Private Partner könnten Gebäude sanieren
Damit der Stadtbezirk nicht allein für sämtliche Sanierungs- und Betriebskosten aufkommen muss, wird eine Beteiligung privater Investoren geprüft. Das historische Hauptgebäude soll jedoch dauerhaft in öffentlicher Verwaltung bleiben und für kulturelle und gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt werden.

Bürger sollen an den Planungen beteiligt werden
Ein wichtiger Bestandteil des neunmonatigen Planungsprozesses ist die Beteiligung der Öffentlichkeit. Vorgesehen sind unter anderem Treffen mit Anwohnern sowie Fragebögen zur kulturellen und freizeitbezogenen Nutzung des Geländes.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schlosspark. Nach den Vorgaben des Stadtbezirks und der Studie muss dieser dauerhaft öffentlich zugänglich bleiben.
Das fertige Konzept soll als Grundlage für die Verwaltung des Areals, für Gespräche mit möglichen Partnern und für die offizielle Übertragung des Schlosses an Prag 6 dienen. Voraussetzung ist, dass die Stadt Prag den formellen Ankauf vom tschechischen Staat abschließt.








