KFC setzt auf Neustart: AmRest-Chefin wirbt um verlorenes Vertrauen – Kritiker bleiben skeptisch
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Nach neuer PR-Kampagne bleiben Fragen zu Hygienefällen und Kundenbeschwerden bestehen

Mit neuen Kontrollsystemen und einer breit angelegten Kommunikationskampagne will KFC verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Doch nach früheren Vorfällen und anhaltender Kritik bleibt die Skepsis gegenüber dem Fast-Food-Riesen groß.
Mit einer umfangreichen Werbe- und Kommunikationskampagne versucht KFC in Tschechien derzeit, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Während das Unternehmen von einem Neuanfang spricht und neue digitale Kontrollsysteme präsentiert, äußern Kritiker weiterhin Zweifel an den angekündigten Veränderungen. Grundlage der Debatte sind frühere Hygienieverstöße sowie Berichte über gesundheitliche Beschwerden nach dem Verzehr von Produkten in einzelnen Filialen. Wir haben bereits mehrfach über die Probleme bei KFC berichtet.
Im Mittelpunkt der neuen Diskussion steht die Aussage von KFC-Betreiber AmRest, wonach neue digitale Systeme für mehr Transparenz und Kontrolle in den Restaurants sorgen sollen. Im Rahmen einer groß angelegten Kampagne wurden Medienvertreter und Influencer eingeladen, die neuen Abläufe kennenzulernen. Nach Angaben des Unternehmens sollen digitale Prozesse künftig eine lückenlose Nachverfolgung von Waren und Arbeitsabläufen ermöglichen.
Die Geschäftsführerin von AmRest für Tschechien und Österreich, Ivana Makalová Dlouhá, hat sich nach monatelanger Kritik erstmals ausführlicher zur Situation bei KFC geäußert. In mehreren Medieninterviews verteidigte sie die Maßnahmen des Unternehmens und sprach von einem Neuanfang für die Fast-Food-Kette.
Makalová Dlouhá betonte, KFC habe in den vergangenen Monaten umfangreiche Änderungen umgesetzt. Dazu gehören nach Unternehmensangaben neue digitale Kontrollsysteme, zusätzliche Schulungen für Mitarbeitende sowie strengere interne Abläufe.
Kritiker zweifeln an Verbesserungen bei KFC
Kritiker bezweifeln jedoch, dass die angekündigten Änderungen die Ursachen der früheren Probleme ausreichend beheben. Im neuesten Video des Investigativjournalisten Jan Tuna (Tuna Versus) berichtet er unter anderem über einen weiteren Fall aus Ústí nad Labem, bei dem ein Kunde nach dem Verzehr von KFC-Produkten über gesundheitliche Beschwerden klagte. Nach Angaben des Betroffenen habe eine anschließende Kontrolle durch die Hygienebehörden Mängel festgestellt.
Während AmRest auf die eingeleiteten Maßnahmen und die Modernisierung der Kontrollsysteme verweist, kritisieren Gegner der Kampagne vor allem die Kommunikation des Unternehmens. Sie werfen KFC vor, sich bislang nicht ausreichend mit den konkreten Beschwerden betroffener Kunden auseinandergesetzt zu haben. Das Unternehmen selbst betont laut den zitierten Aussagen, dass Kundenansprüche über die üblichen rechtlichen und versicherungstechnischen Wege geprüft würden.
Unklar bleibt, ob die laufende Kommunikationskampagne das Vertrauen der Kunden langfristig zurückgewinnen kann. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass nicht nur technische Verbesserungen, sondern vor allem glaubwürdige Transparenz und eine nachvollziehbare Aufarbeitung früherer Vorfälle entscheidend sein werden.








