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CAMP verabschiedet sich vor dreijähriger Sanierung aus den „Prager Würfeln“

Die Sanierung soll das Gebäude näher an die ursprüngliche Vision von Karel Prager heranführen

Foto: CAMP: Praha
Foto: CAMP: Praha

Mit einer großen Ausstellung und einem vielfältigen Begleitprogramm verabschiedet sich das Prager CAMP vorübergehend von seinem bisherigen Standort. Anschließend beginnt die umfassende Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes.


Das Zentrum für Architektur und Stadtplanung (CAMP) sowie das Prager Institut für Planung und Entwicklung (IPR Praha) stehen vor einem bedeutenden Umbruch. Nach mehreren Jahren im markanten Gebäudekomplex in Emauzy beginnt nun die umfassende Sanierung des Areals. Ende Juni wird das Gelände zur Baustelle, die Arbeiten sollen rund drei Jahre dauern.


Bevor die Bauarbeiten starten, läuft den gesamten Juni das Programm „Stavba povolena“ (Baugenehmigung erteilt). Besucher können an Recycling-Workshops teilnehmen oder verschiedene Kunstinstallationen besichtigen. Insgesamt 15 Künstler, darunter Vladimir 518, TIMO, Lenka Tyrpeklová und Krištof Kintera, haben dafür eine gemeinsame Ausstellung geschaffen. Ihren Höhepunkt erreicht die Veranstaltungsreihe am 25. Juni mit einer großen Abschlussparty inklusive Musikprogramm und Lichtinstallationen. Danach schließt das CAMP für mehrere Jahre seine Türen am bisherigen Standort. Der vorübergehende neue Sitz des CAMP entsteht in einer ehemaligen Schiffswerkstatt in Karlín.


Foto: CAMP: Praha
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Bereits jetzt läuft die Inventarisierung der Inneneinrichtung. Ein Teil der Ausstattung wird in den temporären Sitz des IPR in Holešovice umziehen. Möbel und Geräte, die dort nicht benötigt werden, werden zunächst städtischen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen angeboten und später auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dazu gehören unter anderem Tische, Schränke, Kühlschränke und Sofas.


Nach Angaben von IPR-Direktor Ondřej Boháč soll die Sanierung nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft erfolgen. Statt Innenräume einfach abzureißen, werden Bauteile und Ausstattungen sorgfältig demontiert, um sie möglichst weiterzuverwenden. Es handelt sich um das erste Projekt einer zirkulären Gebäudesanierung, das von einem öffentlichen Auftraggeber in dieser Form umgesetzt wird.


Grundlage der Arbeiten ist ein Vorab-Audit der Technischen Universität Prag (ČVUT). Dieses untersucht, welche Materialien wie Stahl, Beton, Ziegel oder Glas recycelt oder erneut genutzt werden können. Die einzelnen Bauteile sollen daher schrittweise ausgebaut, sortiert und für eine spätere Verwendung vorbereitet werden.


Rückkehr zur ursprünglichen Vision von Karel Prager


Die ursprünglichen Pläne der Architekten Karel Prager und Jiří Kadeřábek sahen nicht nur moderne Büro- und Ausstellungsflächen vor, sondern auch öffentlich zugängliche Terrassen und eine stärkere Öffnung des Areals für die Bevölkerung.


Der denkmalgeschützte modernistische Gebäudekomplex wurde seit seiner Fertigstellung im Jahr 1975 nie umfassend saniert. Heute entspricht er nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Energieeffizienz, Brandschutz, technische Ausstattung und Hygiene. Im Rahmen der Sanierung wird die Gebäudehülle vollständig erneuert und die technischen Anlagen modernisiert. Gleichzeitig sollen architektonisch wertvolle Originalelemente wie Wandverkleidungen, Bodenbeläge, Leuchten oder Türgriffe erhalten bleiben.


Die Bauarbeiten werden voraussichtlich drei Jahre dauern. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,4 Milliarden Kronen, wobei der Großteil der Finanzierung von der Stadt Prag übernommen wird. CAMP: Centrum Architektury a Městského Plánování Webseite | Facebook | Instagram

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