Industrieproduktion in Tschechien legt im November deutlich zu
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Den größten Beitrag zum Anstieg leisteten der Automobilsektor sowie die metallverarbeitende Industrie

Tschechiens Industrie verzeichnete im November ein deutliches Plus. Die Produktion wuchs laut Statistikamt ČSÚ sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich kräftig, begleitet von einem Anstieg der neuen Aufträge. Vor allem Exporte sorgten für Impulse.
Die industrielle Produktion in Tschechien ist im November deutlich gewachsen. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) stieg die Industrieproduktion im Jahresvergleich real um 5,7 Prozent, gegenüber dem Vormonat legte sie um 2,4 Prozent zu. Auch der Wert der neuen Aufträge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent.
Das Wachstum zeigte sich im November in den meisten Industriebranchen. Nach Einschätzung des Statistikamtes wirkte sich dabei teilweise auch eine niedrigere Vergleichsbasis aus. „Den größten Beitrag zum Anstieg leisteten der Automobilsektor sowie die metallverarbeitende Industrie“, erklärte Radek Matějka, Direktor der Abteilung für Statistik in der Industrie, im Bauwesen und in der Energie beim ČSÚ. Positive Impulse kamen zudem aus industrienahen Bereichen der Fahrzeugproduktion, darunter die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren sowie elektrischen Ausrüstungen. Zuwächse verzeichneten ebenfalls die Produktion sonstiger Fahrzeuge und Verkehrsmittel sowie die Grundmetallerzeugung, einschließlich Hütten- und Gießereiwesen. Dämpfend wirkten hingegen vor allem der Bergbau, insbesondere die Kohleförderung, sowie die Pharmaindustrie.
Der Wert der neuen Aufträge stieg im November 2025 im Jahresvergleich um 4,1 Prozent. Auslandsaufträge nahmen um 6,3 Prozent zu, während die inländischen Bestellungen lediglich ein Plus von 0,2 Prozent verzeichneten. Gegenüber dem Vormonat sank der Auftragswert allerdings um 1,1 Prozent. „Das Wachstum der Neuaufträge wurde vor allem von der Fahrzeugindustrie, der Herstellung von Metallkonstruktionen und Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Geräten getragen“, sagte Veronika Doležalová, Leiterin der Industriestatistik beim ČSÚ. Rückgänge wurden dagegen in der pharmazeutischen, chemischen, papierverarbeitenden und textilen Industrie registriert.
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in der Industrie ging im November 2025 im Jahresvergleich um 1,3 Prozent zurück.





