In Tschechien nimmt die Zahl der Selbstbedienungsgeschäfte weiter zu
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- vor 2 Tagen
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Vom Lebensmittelhandel bis zum Eisenwarenladen ist inzwischen fast alles rund um die Uhr erhältlich

Selbstbedienungsläden gewinnen in Tschechien zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Geschäfte setzen auf automatisierte Konzepte, die Einkäufe rund um die Uhr ermöglichen – besonders dort, wo sich klassische Läden kaum noch rechnen.
In Tschechien sind im vergangenen Jahr Dutzende neue Selbstbedienungsverkaufsstellen, sogenannte „Smart Stores“, entstanden, die ihren Kunden 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen. Am häufigsten handelt es sich dabei um Lebensmittelgeschäfte, doch das Spektrum erweitert sich zunehmend: Zuletzt wurden unter anderem ein Selbstbedienungs-Kaffeeladen, ein Museum sowie ein Eisenwarenhandel eröffnet.
In den meisten Fällen handelt es sich um sogenannte Hybridmodelle. Tagsüber ist Personal anwesend, außerhalb der regulären Öffnungszeiten funktioniert der Betrieb vollständig ohne Bedienung. Der unbemannte Modus dient vor allem als Verlängerung der klassischen Öffnungszeiten.

Das größte Interesse besteht laut einem Bericht des Nachrichtensenders ČT24 in Gemeinden, in denen sich ein klassischer Laden mit Personal langfristig nicht rechnet. So ging beispielsweise in der Gemeinde Vidice im Bezirk Pilsen Anfang August 2025 ein entsprechender Markt an den Start. Zuvor mussten die Bewohner für einen Einkauf rund zehn Kilometer ins nächste Dorf fahren.
In Prag findet man drei dieser Geschäfte unter anderem in Studentenwohnheimen der Karls-Universität – in Kajetánka, Troja und im Wohnheim Hvězda.
Derzeit betreiben unter anderen die Supermarktkette COOP und das Franchise-Netzwerk Makro Můj obchod Selbstbedienungsgeschäfte in Tschechien. Auch die Ketten Tempo und Žabka kündigten auf ihren Webseiten neue Selbstbedienungsfilialen an. Der Trend zu weiteren Selbstbedienungsgeschäften dürfte sich also auch in diesem Jahr fortsetzen.
Identitätsprüfung vor dem Einkauf erforderlich
Der Zugang zu Selbstbedienungsgeschäften erfordert in den meisten Fällen eine vorherige Identitätsprüfung. Nutzer müssen dafür in der Regel eine App installieren und sich etwa über die Bankidentität, eine digitale Ausweiskarte oder ein anderes Verfahren verifizieren. Der generierte QR-Code dient sowohl zum Öffnen der Ladentür als auch beim Bezahlen.
Alternativ kommen häufig digitale Chipkarten zum Einsatz, die der Betreiber nach erfolgter Identitätsprüfung ausstellt. Weitere Zugangsmöglichkeiten sind beispielsweise die Nutzung einer Bankkarte, eines Personalausweises oder die Verifizierung über eine Telefonnummer.








