IKEM Prag: Neuer Rekord bei Organtransplantationen im Jahr 2025
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- vor 2 Tagen
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Dank neuer Gebäude konnte IKEM die Patientenversorgung 2025 weiter ausbauen

Im vergangenen Jahr hat das Institut für klinische und experimentelle Medizin (IKEM) in Prag so viele Organtransplantationen wie nie zuvor durchgeführt. Einen großen Anteil daran haben die Spenderkliniken, die durch ihre Professionalität und enge Zusammenarbeit die Grundlage für den Erfolg des Programms schaffen.
Die Verfügbarkeit von Transplantationen für Patienten mit Nierenversagen stieg 2025 deutlich: Insgesamt transplantierten die Teams 341 Nieren. Die Zahl der Spender erreichte mit 191 eine historische Höchstmarke. 319 Nieren stammten von verstorbenen Spendern, 22 von lebenden Verwandten. Die durchschnittliche Funktionsdauer transplantierter Nieren liegt mittlerweile bei rund 20 Jahren, und die Zahl der Patienten mit transplantierten Nieren steigt kontinuierlich.
Auch die Herztransplantationen entwickelten sich erfolgreich weiter: 57 Herzen wurden im vergangenen Jahr eingesetzt, ein Drittel mehr als in den Vorjahren. Ermöglicht wird dies unter anderem durch den Einsatz des Transmedics OCS Heart, ein Geräts das die Perfusion und den Transport schlagender Herzen über größere Entfernungen erlaubt. Seit sechs Jahren steht IKEM das Gerät dank des Kapka-Naděje-Fonds und Shell Czech Republic zur Verfügung. Im Jahr 2025 half es bei zwölf Transplantationen, darunter auch bei Spendern nach deklarierter Kreislaufstillstand.

Bei Lebertransplantationen wurden 150 Eingriffe durchgeführt, darunter zwölf Spenden von lebenden Verwandten – darunter der bisher jüngste Patient in der IKEM-Geschichte, ein fünf Wochen altes Mädchen mit einem Gewicht von 3,5 Kilogramm. Das Kindertransplantationsprogramm wäre ohne die Kooperation mit der Pädiatrie der Fakultätsklinik Thomayerova nemocnice nicht möglich.
Die Transplantation von Bauchspeicheldrüsen erfolgte 37-mal, Dünndarm erhielten zwei Patienten.
Dank einer Gebäudeerweiterung konnte IKEM die Patientenversorgung 2025 weiter ausbauen. Neue Abteilungen wie die Metabolische Intensivstation wurden eröffnet, die Klinik für Anästhesiologie und Reanimation zog in neue Räume um, die auch Patienten vor Lebertransplantationen mit schwerem Versagen betreuen.








