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Fast jede zweite Kontrolle beanstandet: Verstöße beim Verkauf von Alkohol und Tabak in Tschechien nehmen zu

Neben Verstößen gegen Jugendschutzbestimmungen wurden auch zahlreiche weitere Mängel festgestellt

Fast jede zweite Kontrolle beanstandet: Verstöße beim Verkauf von Alkohol und Tabak in Tschechien nehmen zu
Foto: Florent Bertiaux | Pexels

Die Tschechische Handelsinspektion hat im vergangenen Jahr tausende Kontrollen im Bereich Alkohol- und Tabakverkauf durchgeführt – mit alarmierenden Ergebnissen. In nahezu jedem zweiten Fall wurden Verstöße festgestellt. Besonders besorgniserregend ist der deutliche Anstieg beim Verkauf von Alkohol an Minderjährige.


Die Kontrollen von Alkohol- und Tabakverkäufen in Tschechien haben im vergangenen Jahr zahlreiche Verstöße zutage gefördert. Wie aus aktuellen Zahlen hervorgeht, stellte die Tschechische Handelsinspektion (ČOI) bei fast jeder zweiten Überprüfung Mängel fest.


Im Jahr 2025 führte die Behörde insgesamt 7.439 Kontrollen durch. In 3.391 Fällen – das entspricht 45,6 Prozent – wurden Verstöße gegen geltende Vorschriften festgestellt. Im Fokus standen dabei insbesondere der Verkauf von alkoholischen Getränken, Tabakwaren, E-Zigaretten, nikotinhaltigen Beuteln sowie verwandten Produkten.


Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Jugendschutz. In mehr als 1.500 Fällen wurden gezielt Minderjährige in die Kontrollen eingebunden, um die Einhaltung der Altersgrenzen zu überprüfen. Die Ergebnisse sind alarmierend: In 686 Fällen wurde Alkohol an Personen unter 18 Jahren verkauft oder ausgeschenkt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen deutlichen Anstieg um 257 Fälle.


Die Inspektionen erfolgten häufig in Zusammenarbeit mit anderen Behörden. So waren unter anderem die Polizei, Zollbehörden, Gesundheitsämter und Gewerbeämter an den Kontrollen beteiligt. Teilweise wurden mehrere Institutionen gleichzeitig eingebunden, um die Überprüfungen umfassender zu gestalten.


Neben Verstößen gegen Jugendschutzbestimmungen wurden auch zahlreiche weitere Mängel festgestellt. Besonders häufig fehlten korrekte Preisangaben; in vielen Fällen wurden grundlegende Regeln des fairen Verkaufs missachtet oder Kaufbelege nicht ordnungsgemäß ausgestellt.


Insgesamt verhängte die Handelsinspektion im vergangenen Jahr 2.677 rechtskräftige Geldstrafen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 44 Millionen Kronen. Teilweise wurden dabei mehrere Verstöße eines Unternehmens gebündelt geahndet.


Die Ergebnisse bestätigen aus Sicht der Behörden die Notwendigkeit intensiver Kontrollen. Angesichts der hohen Beanstandungsquote und insbesondere der zunehmenden Verstöße beim Verkauf an Minderjährige kündigte die Tschechische Handelsinspektion an, ihre Aktivitäten in diesem Bereich weiter zu verstärken.

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