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Ein Abend voller Feuer und Magie: Čarodějnice in Prag und anderen Städten

Das größte Fest in Prag findet auf Ladronka im Stadtteil Prag 6 statt

Foto: Čarodějnice na Ladronce | Facebook In der Tschechischen Republik wird am letzten Abend des Aprils eine alte Tradition gepflegt - die Hexenverbrennung (Čarodějnice). Menschen versammeln sich, um Freudenfeuer zu entzünden und das Frühlingsfest zu feiern. Die Feierlichkeiten finden unter anderem in Prag, Brünn, Olmütz und vielen weiteren Orten in ganz Tschechien statt.


Die Tradition geht auf alte Überlieferungen zurück, nach denen der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai magische Kräfte zugeschrieben werden. Ursprünglich wurde der Feiertag offenbar am Vollmond gefeiert, der genau zwischen der Frühlings-Tagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende lag und dem Tag am nächsten lag. Zum Schutz vor Hexen wurden an erhöhten Stellen Feuer entzündet. Heute ist die Tradition der Hexenverbrennung zwar verschwunden, aber das Entzünden von Freudenfeuern zum Feiern oder Singen ist noch weit verbreitet. An einigen Orten werden jedoch noch Hexenpuppen oder Besen verbrannt und es finden Wettbewerbe um die beste Maske, Hexenwettbewerbe und Hexentreffen statt.


Das größte Fest in Prag findet auf Ladronka im Stadtteil Prag 6 statt. Die Feierlichkeiten beginnen um 12.00 Uhr und dauern bis 21.00 Uhr. Auf der Bühne werden mehrere bekannte Entertainer auftreten. In diesem Jahr wird Žluté lázně am Ufer der Moldau im Prager Stadtteil Podolí um einen Bereich erweitert, in dem Zirkustechniken wie Jonglieren oder Hula Hoop ausprobiert werden können. Den ganzen Tag über gibt es ein Unterhaltungsprogramm mit musikalischen Darbietungen, Wettbewerben, Kinderschminken und Bratwurstbraten.


Das Malostranské Čarodějnice findet auf der Kampa statt und bietet ein kleines Feuer, aber eine Menge kostümierter Menschen. Die Kinderunterhaltung auf der Kampa beginnt um 15 Uhr. Ein Umzug von Malostranskénáměstí zur Kampa findet um 18 Uhr statt und das Feuer wird gegen 19 Uhr entzündet.


Es ist zu beachten, dass das keltische Frühlingsfest Beltane auf das gleiche Datum fällt und in Nordeuropa die letzte Nacht im April Walpurgisnacht genannt wird. Die Tradition der Hexenverbrennung ist also nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch in anderen Teilen Europas verbreitet und hat eine lange Geschichte.

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