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CRIF: Zahl neuer Unternehmen in Tschechien 2025 deutlich gestiegen

Traditionell war der Großteil der Neugründungen in der Hauptstadt Prag

CRIF: Zahl neuer Unternehmen in Tschechien 2025 deutlich gestiegen
Foto: Blake Wisz | Unsplash

Die Zahl neuer Unternehmen in der Tschechischen Republik ist 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben von CRIF wurden rund 35.000 Firmen gegründet – fast doppelt so viele wie Insolvenzen verzeichnet wurden.


Im Jahr 2025 ist die Zahl neuer Unternehmen in der Tschechischen Republik deutlich gestiegen. Nach Angaben des Czech Credit Bureau (CRIF), auf Basis der Daten des Portals www.informaceofirmach.cz, wurden im vergangenen Jahr 34.860 neue Firmen gegründet, während 17.810 ihre Geschäftstätigkeit einstellten. Damit stieg die Zahl der Unternehmen in der Tschechischen Republik um 17.050 – ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


„Die Dynamik bei Firmengründungen hat die Zahl der Insolvenzen im vergangenen Jahr deutlich übertroffen“, erklärt Věra Kameníčková, Analystin bei CRIF. „Es wurden 13 Prozent mehr Gesellschaften gegründet als 2024, während die Zahl der Unternehmen, die den Markt verließen, nur um vier Prozent stieg. So verzeichnete der Markt den größten Zuwachs an Firmen seit 2018. Gründe dafür sind das Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflation und die steigende Nachfrage der Haushalte nach Waren und Dienstleistungen. Dagegen wirkten hohe Zinssätze, die für einige Unternehmen zu einer Herausforderung wurden.“


Großteil der Neugründungen traditionell in Prag


Traditionell war der Großteil der Neugründungen in der Hauptstadt: 17.762 Unternehmen starteten 2025 in Prag. Auf den zweiten Platz folgt Südmähren (4.249), gefolgt von Mittelböhmen (2.341) und Mährisch-Schlesien (2.229). Diese vier Regionen vereinen über drei Viertel aller Neugründungen auf sich. Am wenigsten Unternehmen entstanden in Karlsbad (420) und der Region Vysočina (585).


Wachstum in fast allen Regionen


In zwölf von insgesamt 14 Regionen stieg die Zahl neu gegründeter Firmen im Vergleich zu 2024. Den größten Zuwachs verzeichnete Olmütz mit 28 Prozent, gefolgt von Pilsen (23 Prozent) und Südmähren (15 Prozent). In Prag und Ústí nad Labem wuchs die Zahl um jeweils 13 Prozent. Ein Rückgang wurde nur in Zlín (-5 %) und Liberec (-1 %) registriert.


Die meisten Insolvenzen verzeichnete 2025 Prag (8.757), gefolgt von Südmähren (1.988), Liberec (1.073), Mährisch-Schlesien (1.036) und Ústí nad Labem (1.035). Besonders stark stieg die Zahl der geschlossenen Firmen in Liberec (+140 %), Pardubice (+76 %) und Pilsen (+44 %).


Branchen im Fokus


Im letzten Jahr entstanden die meisten neuen Unternehmen im Handel (4.534), gefolgt von Bauwesen (3.714) und Immobilienwirtschaft (3.365). Auch die verarbeitende Industrie (3.221) sowie professionelle, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (3.149) verzeichneten zahlreiche Neugründungen.


Besonders stark stieg die Zahl der Neugründungen im Bereich Transport und Lagerung (+27 %), im Bauwesen und Handel jeweils +19 %. Ein Rückgang war nur im Immobiliensektor zu verzeichnen (-8 %).


Bei den Insolvenzen führte der Handel mit 5.220 geschlossenen Unternehmen, gefolgt von Immobilien (3.353) und der verarbeitenden Industrie (1.537).

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