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Zahl der Firmeninsolvenzen in Tschechien stieg 2025 deutlich

Die Zahl der Insolvenzen erreichte den höchsten Stand seit 2021

Zahl der Firmeninsolvenzen in Tschechien stieg 2025 deutlich
Foto: Towfiqu barbhuiya | Unsplash

Die Unternehmensinsolvenzen in der Tschechischen Republik sind 2025 deutlich gestiegen. Besonders betroffen war die Region Mährisch-Schlesien, gefolgt von Mittelböhmen und der Hauptstadt Prag.


Im vergangenen Jahr sind in Tschechien 6.213 selbstständige Unternehmer insolvent gegangen – ein Anstieg von 16 % im Vergleich zu 2024. Gleichzeitig gingen bei den Gerichten 6.568 Insolvenzanträge ein, was einem Zuwachs von 12 % entspricht. Damit erreichte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen den höchsten Stand seit 2021, wie aus einer Analyse von CRIF – Czech Credit Bureau auf Basis der Daten des Portals www.informaceofirmach.cz hervorgeht.


„Die Gerichte erklärten im vergangenen Jahr 863 selbstständige Unternehmer öfters für insolvent als noch 2024. Die Wachstumsdynamik war damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. In den Jahren 2021 bis 2023 war hingegen ein Rückgang der Insolvenzen zu beobachten. Die Zahl der Insolvenzen liegt aber nach wie vor unter dem Niveau von 2020. Rund 97 % der Insolvenzanträge führen zu einer Schuldenbereinigung, sodass die Betroffenen ihr Geschäft fortführen können“, erklärt Věra Kameníčková, Analystin bei CRIF – Czech Credit Bureau.


Im Durchschnitt meldeten die Gerichte monatlich 518 Insolvenzen – 72 mehr als im Jahr 2024. Gleichzeitig gingen monatlich durchschnittlich 547 Insolvenzanträge ein, ein Anstieg um 59 gegenüber dem Vorjahr. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt zügig, was der geringe Unterschied zwischen eingereichten Anträgen und tatsächlich erklärten Insolvenzen pro Monat zeigt.


Mährisch-Schlesien und Bauwirtschaft am stärksten betroffen


Regional verzeichnete auch 2025 die Region Mährisch-Schlesien die meisten Insolvenzen (829), gefolgt von Mittelböhmen (737) und Prag (724). Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Insolvenzen in allen Regionen. Am stärksten war der Anstieg im Bezirk Karlsbad mit 37 %, in Südböhmen betrug er 27 %, in Liberec 25 %. Am niedrigsten fiel der Zuwachs in Pilsen mit 8 % aus. Im landesweiten Durchschnitt entfielen 61 Insolvenzen auf 10.000 aktive Unternehmer, nach 53 im Jahr zuvor.


Die meisten Insolvenzen wurden 2025 in der Bauwirtschaft verzeichnet (1.502), gefolgt von Handel, Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen (1.014) sowie dem verarbeitenden Gewerbe (833). Den größten prozentualen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr gab es in den administrativen und unterstützenden Dienstleistungen (+34 %), gefolgt von professionellen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+26 %) sowie sonstigen Dienstleistungen wie Friseuren, Kosmetikstudios oder Reparaturbetrieben (+24 %). CRIF – Czech Credit Bureau

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