Weniger Unfälle 2025 zwischen Fußgängern und Straßenbahnen in Prag
- Tschechien News
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Die meisten Kollisionen – insgesamt sechs – ereigneten sich im Abschnitt I. P. Pavlova–Štěpánská

In Prag sind 2025 deutlich weniger Fußgänger mit Straßenbahnen und Bussen kollidiert als im Jahr zuvor. Wie die Prager Verkehrsbetriebe mitteilten, sank die Zahl der registrierten Zusammenstöße trotz steigender Fahrgastzahlen spürbar.
In Prag ist die Zahl der Zusammenstöße zwischen Fußgängern und Straßenbahnen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Wie die Verkehrsbetriebe Dopravní podnik hl. m. Prahy (DPP) mitteilten, wurden 2025 insgesamt 72 Kollisionen registriert – ein Rückgang um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In 82 Prozent der Fälle kamen die Betroffenen mit leichten oder ganz ohne Verletzungen davon. 16 Unfälle endeten mit schweren Verletzungen, zwei tödlich – genauso viele wie 2024. Auch bei Bussen und Oberleitungsbussen verzeichnete der DPP einen Rückgang: Hier wurden 22 Unfälle mit Fußgängern gemeldet, 8,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Todesopfer gab es dabei keine.
Darüber hinaus sank die Zahl der Kollisionen von Bussen (einschließlich Oberleitungsbussen) und Straßenbahnen mit anderen Kraftfahrzeugen. Bei Bussen lag der Rückgang bei 10,5 Prozent, bei Straßenbahnen bei 5,6 Prozent. Das alles geschah trotz einer höheren Mobilität der Bevölkerung und eines Anstiegs der beförderten Fahrgäste um 2,2 Prozent.

Niedrigster Stand seit zehn Jahren
Abgesehen von den pandemiegeprägten Jahren 2020 und 2021 handelt es sich um den niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre.
Besonders deutlich sank die Zahl der Unfälle an Fußgängerübergängen (minus 17 Prozent), außerhalb von Schutzwegen (minus rund 15 Prozent) sowie in Haltestellenbereichen (minus 29 Prozent). Während sich die Zahl der Fälle ohne Verletzungen halbierte und die Zahl der Leichtverletzten leicht anstieg, ging die Zahl der Schwerverletzten um 43 Prozent zurück. Die Zahl der Todesopfer blieb unverändert.
Auffällig ist zudem, dass die Zahl der Unfälle mit ausländischen Beteiligten um bis zu ein Drittel sank – und das trotz steigender Touristenzahlen in der tschechischen Hauptstadt. Die Zahl der Unfälle mit Kindern blieb konstant. Der älteste an Unfällen beteiligte Fußgänger wurde 1936 geboren, der jüngste 2017.

Häufung auf bestimmten Strecken
Die meisten Kollisionen – insgesamt sechs – ereigneten sich im Abschnitt I. P. Pavlova–Štěpánská. Es folgten die Strecken Invalidovna–Florenc sowie Drinopol–Pohořelec mit jeweils vier Fällen. Keiner dieser Unfälle war tödlich. Die beiden tödlichen Kollisionen ereigneten sich auf den Abschnitten Sídliště Zahradní Město–Obchodní centrum Hostivař sowie Vítězné náměstí–Hradčanská.
Bereits 2024 hatte der Abschnitt I. P. Pavlova–Štěpánská zu den besonders betroffenen Strecken gezählt. Die drei am stärksten betroffenen Abschnitte machen rund ein Fünftel aller registrierten Fälle aus.

Kampagnen zeigen Wirkung
Nach Angaben von Jan Barchánek, Vorstandsmitglied und Verkehrsdirektor des DPP, trägt unter anderem die Präventionskampagne „Neskákej mi pod kola!“ („Spring mir nicht vor die Räder!“) zu den verbesserten Zahlen bei. Hinzu komme die Zusammenarbeit mit Verkehrssicherheitsorganisationen und der Polizei sowie eine intensivere Schulung von Kindern und Fahrern.
Zugleich warnte Barchánek vor anhaltenden Risiken. 2025 sei der erste tödliche Unfall eines Kindes seit zehn Jahren registriert worden. Rund ein Viertel aller Kollisionen betreffe junge Menschen, die nach dem Jahr 2000 geboren wurden. Als häufigste Ursachen nennt der DPP weiterhin das Missachten grundlegender Verkehrsregeln – etwa das Überqueren bei Rot oder das Betreten der Gleise ohne Blickkontakt – sowie Unaufmerksamkeit, häufig in Verbindung mit der Nutzung von Mobiltelefonen und Kopfhörern.





