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Weniger Kinder in tschechischen Kindergärten – Schülerzahl an weiterführenden Schulen steigt

Erstmals seit dem Schuljahr 2012/13 besuchen weniger als 350.000 Kinder einen Kindergarten

Weniger Kinder in tschechischen Kindergärten – Schülerzahl an weiterführenden Schulen steigt
Foto: Nils Huenerfuerst | Unsplash

Die Zahl der Kinder in tschechischen Kindergärten geht weiter zurück. Gleichzeitig bleiben die Schülerzahlen an den Grundschulen weitgehend stabil, während die weiterführenden Schulen so viele Jugendliche besuchen wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr.


Im September 2025 waren in Tschechien rund 347.800 Kinder in Kindergärten eingeschrieben. Damit sank ihre Zahl das dritte Jahr in Folge und lag erstmals seit dem Schuljahr 2012/13 wieder unter der Marke von 350.000. Der Anteil ausländischer Kinder erhöhte sich 2025 leicht auf 6,2 Prozent. Mehr als die Hälfte von ihnen besitzt die ukrainische Staatsangehörigkeit.


Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Kinder, deren Einschulung verschoben wird. Der Anteil der Sechsjährigen mit einem Schulaufschub sank nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) von 24,1 Prozent im September 2021 auf 17,7 Prozent im September 2025. Im vergangenen Jahr waren knapp 21.000 Kinder betroffen.


Mehr als eine Million Grundschüler


Im Schuljahr 2025/26 besuchten insgesamt rund 1,003 Millionen Schüler die tschechischen Grundschulen. Davon entfielen 590.300 auf die ersten fünf Klassen und 412.700 auf die höheren Klassenstufen.


Während die Zahl der jüngeren Grundschüler bereits das vierte Jahr in Folge zunahm, ging sie in den höheren Klassen zurück. Der Anteil ausländischer Schüler stieg von 3,2 Prozent im Jahr 2021 auf 7,7 Prozent im Jahr 2025.


Weniger Kinder in tschechischen Kindergärten – Schülerzahl an weiterführenden Schulen steigt
Foto: Brooke Cagle | Unsplash

Höchste Schülerzahl an weiterführenden Schulen seit 2011/12


Die weiterführenden Schulen besuchten im Schuljahr 2025/26 insgesamt 514.900 Schüler. Das sind 22,4 Prozent mehr als im Schuljahr 2018/19 und zugleich so viele wie seit 2011/12 nicht mehr. Knapp die Hälfte der Schüler – 48,1 Prozent – absolvierte eine berufsbildende Ausbildung mit Abitur. 28 Prozent besuchten ein Gymnasium und 20,6 Prozent einen Ausbildungsgang mit Lehrabschluss.


Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders hoch ist der Anteil der Berufsschüler mit Lehrabschluss in den Regionen Karlsbad, Ústí nad Labem und Liberec. In Prag liegt er dagegen mit 12,3 Prozent am niedrigsten. Gleichzeitig besuchen dort mit 37,6 Prozent anteilig die meisten Schüler ein Gymnasium.


Bei den Ausbildungsberufen verlieren Maschinenbau und Gastronomie zwar an Bedeutung, bleiben aber stark vertreten. Zunehmendes Interesse verzeichnen dagegen Elektrotechnik und IT.


Studentenzahl an Hochschulen wächst


Auch die Zahl der Hochschulstudenten nimmt weiter zu. Ende 2025 waren an öffentlichen und privaten Hochschulen in Tschechien insgesamt 330.500 Studierende eingeschrieben. Das waren fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der seit 2019 anhaltende Aufwärtstrend setzte sich damit fort.

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