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Viktorie erstmals beliebtester Mädchenname in Tschechien – Jakub verteidigt Spitzenplatz knapp

Die Statistik zeigt, dass die Namensvielfalt in Prag deutlich größer ist als im Rest des Landes

Viktorie erstmals beliebtester Mädchenname in Tschechien – Jakub verteidigt Spitzenplatz knapp
Foto: Jonathan Borba | Unsplash

Die Auswahl der Vornamen in Tschechien wird zunehmend vielfältiger. Während sich bei den Mädchen erstmals Viktorie an die Spitze setzte, blieb Jakub bei den Jungen nur knapp auf Platz eins.


In Tschechien war im Jahr 2025 erstmals der Name Viktorie (Victoria) der beliebteste Mädchenname für Neugeborene. Damit löste Viktorie nach 13 Jahren den bisherigen Spitzenreiter Eliška ab. Bei den Jungen verteidigte Jakub seine Führungsposition erneut – allerdings nur mit einem knappen Vorsprung vor Matyáš. Jakub war damit bereits zum 15. Mal in Folge der häufigste Jungenname des Jahres.


Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) kamen 2025 insgesamt 1.193 Mädchen mit dem Namen Viktorie zur Welt, während 1.125 Neugeborene den Namen Eliška erhielten. Bei den Jungen lag Jakub lediglich 18 Geburten vor Matyáš. Auf den dritten Plätzen landeten erneut Jan und Sofie.


„Die Beliebtheit der sieben darauffolgenden Mädchen- und Jungennamen blieb im Vergleich zu 2024 ebenfalls unverändert“, erklärte Marek Rojíček, Vorsitzender des Tschechischen Statistikamtes.


Rückläufig entwickelte sich dagegen die Popularität der lange Zeit besonders verbreiteten Namen Tomáš und Tereza. Beide fielen in der Rangliste auf Platz zwölf beziehungsweise elf zurück. Neu in den Top Ten vertreten sind dafür Oliver und Rozálie. Besonders stark legte Oliver zu und verbesserte sich innerhalb eines Jahres um fünf Plätze.


Auch in den Top 20 kam es zu Veränderungen. Neu vertreten sind die Namen Jonáš und Valerie, die Martina und Stella verdrängten. Besonders deutlich stieg die Beliebtheit in den vergangenen drei Jahren bei den Namen Lara, Sofia, Matteo und Theodor.


Die Statistik zeigt, dass die Namensvielfalt in Prag deutlich größer ist als im Rest des Landes


Regional zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede. Viktorie und Jakub belegten jeweils in der Hälfte der Regionen den ersten Platz und waren insbesondere im Osten des Landes stark vertreten. Prag nimmt dabei erneut eine Sonderstellung ein. In der Hauptstadt war Sofie der beliebteste Mädchenname, während sich bei den Jungen Adam und Matyáš den ersten Platz teilten.


Die Statistik zeigt zudem, dass die Namensvielfalt in Prag deutlich größer ist als im Rest des Landes. Die drei häufigsten Namen entfielen dort lediglich auf sieben Prozent der Jungen beziehungsweise sechs Prozent der Mädchen.


Langfristig bleiben Jan und Jana seit 1950 die erfolgreichsten Vornamen in Tschechien. Laut ČSÚ wechselten sich bei den Jungen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts insgesamt nur fünf Namen an der Spitze ab, während sich die Trends bei den Mädchen deutlich häufiger veränderten.


„Heute ist bei beiden Geschlechtern ein klarer Trend zu mehr Vielfalt erkennbar. Die Zeiten, in denen mehr als zehn Prozent eines Jahrgangs denselben beliebtesten Namen trugen, sind endgültig vorbei“, sagte Marek Rojíček.

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