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Motorrad-Neuzulassungen in der Tschechischen Republik auf Rekordniveau

Kampagne „Hele, motorka!“ warnt vor Unfallrisiken

Motorrad-Neuzulassungen in der Tschechischen Republik auf Rekordniveau
Foto: Gijs Coolen | Unsplash

Im April wurden in Tschechien mehr als 4.300 neue Motorräder registriert – so viele wie noch nie zuvor. Mit der steigenden Zahl von Motorrädern auf den Straßen wächst jedoch auch das Unfallrisiko. Die Verkehrssicherheitsinitiative BESIP ruft daher sowohl Autofahrer als auch Motorradfahrer zu mehr Aufmerksamkeit auf.


Die diesjährige Motorradsaison bringt in Tschechien einen historischen Höchststand bei den Neuzulassungen von Motorrädern. Nach Angaben von BESIP wurden allein im April 4.309 neue Fahrzeuge der Kategorie L registriert – ein neuer Rekordwert.


Angesichts der zunehmenden Zahl von Motorrädern im Straßenverkehr setzt BESIP auch in diesem Jahr die Kampagne „Hele, motorka!“ („Achtung, Motorrad!“) fort. Ziel der Initiative ist es, Autofahrer stärker für Motorradfahrer zu sensibilisieren und zugleich Motorradfahrer zu verantwortungsbewusstem Verhalten im Verkehr aufzurufen.


„Die Popularität von Motorrädern auf tschechischen Straßen nimmt weiter zu, was höhere Anforderungen an Aufmerksamkeit und Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer stellt. Motorradfahrer sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt als Autofahrer, und selbst kleine Fehler können fatale Folgen haben“, erklärte Verkehrsminister Ivan Bednárik. Motorradfahrer sollten ihre Fähigkeiten nicht überschätzen und ihre Fahrweise den Bedingungen anpassen. Gleichzeitig appellierte er an Autofahrer, Motorradfahrer aktiv wahrzunehmen und besonders aufmerksam zu fahren.


Die Kampagne wird in diesem Jahr mit Präventionsveranstaltungen in den Regionen, Kooperationen mit der Polizei sowie einer Kommunikationskampagne in Radiosendern und sozialen Netzwerken fortgeführt. Im Rahmen einer Roadshow können Besucher interaktive Verkehrssituationen sowohl aus Sicht eines Autofahrers als auch eines Motorradfahrers simulieren. Ergänzt wird das Programm durch Aufmerksamkeitstests, Quizformate und Hinweise zu typischen Gefahrensituationen wie dem toten Winkel oder dem Abbiegen.


Zahl der tödlichen Motorradunfälle im Vergleich zum Vorjahr gestiegen


Unfallstatistiken zeigen eine unerfreuliche Entwicklung: Von Januar bis Ende April kamen bereits 13 Motorradfahrer auf tschechischen Straßen ums Leben – sieben mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Weitere 61 Motorradfahrer wurden schwer verletzt.


Besonders häufig handelt es sich um Kollisionen mit Pkw. Rund 40 Prozent der tödlichen Motorradunfälle entstehen bei Zusammenstößen mit Autos – oft in Situationen, in denen Motorradfahrer beim Abbiegen oder Spurwechsel übersehen werden.


Gleichzeitig ereignet sich etwa ein Drittel der tödlichen Motorradunfälle ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge. Hauptursachen sind laut Statistik unangepasste Geschwindigkeit oder der Verlust der Fahrzeugkontrolle. Die gefährlichsten Monate der Saison stehen dabei erst noch bevor: Besonders im Juni und während der Sommerferien steigt die Zahl schwerer Motorradunfälle traditionell deutlich an.

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