Verstöße mit Drohnen in Tschechien nehmen 2025 weiter zu
- Tschechien News
- vor 8 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Die häufigsten Verstöße weiterhin im Umfeld des Prager Flughafens sowie der Prager Burg

Die Zahl der Drohnenverstöße in Tschechien ist im vergangenen Jahr weiter deutlich gestiegen. Besonders häufig registrierte das Amt für Zivilluftfahrt illegale Flüge im Umfeld des Prager Flughafens sowie der Prager Burg.
Das tschechische Amt für Zivilluftfahrt (Úřad pro civilní letectví, ÚCL) hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Meldungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Drohnen registriert als im Vorjahr. Insgesamt gingen 572 Eingaben ein. Besonders häufig kam es zu Verstößen im Umfeld des Václav-Havel-Flughafens sowie rund um die Prager Burg.
Im Jahr 2025 verzeichnete das ÚCL insgesamt 572 drohnenbezogene Meldungen. Wie der tschechische Nachrichtensender ČT24 berichtet, stammten 342 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten von der Polizei, in 175 Fällen blieb der Täter unbekannt. Zum Vergleich: 2024 waren es insgesamt 338 Meldungen, darunter 225 polizeiliche Anzeigen, fast die Hälfte davon – 110 Fälle – gegen unbekannte Täter. „In einigen Fällen wird das Verfahren eingestellt, insbesondere wenn der Verstoß von einer unbekannten Person begangen wurde“, erklärte ÚCL-Sprecherin Jitka Ungerová.
In 31 abgeschlossenen Verfahren verhängte das Amt 2025 Geldstrafen in Höhe von jeweils 10.000 Kronen. Dabei handelte es sich auch um Verfahren zu Verstößen aus den drei vorangegangenen Jahren. Im Jahr davor wurden in 24 Fällen Geldstrafen in gleicher Höhe ausgesprochen.

Flugverbotszonen für Drohnen in Tschechien
Am häufigsten verstießen Drohnenpiloten auch im vergangenen Jahr gegen die Vorschriften im Bereich des Prager Flughafens Ruzyně sowie im Umfeld der Prager Burg. Im Jahr zuvor zeigte sich ein ähnliches Bild. Rund um den Václav-Havel-Flughafen Prag sowie im Sperrgebiet LKP1 Prager Burg ist der Drohnenbetrieb nur mit Zustimmung des Gebietsverwalters und auf Grundlage einer Genehmigung des ÚCL erlaubt.
Viele Verstöße basieren auf mangelnder Kenntnis oder Missachtung der geltenden Vorschriften. Im letzten Jahr verschärfte die tschechische Luftfahrtbehörde die Regeln für Drohnenpiloten. Neue Flugverbotszonen sollen vor allem sensible Infrastruktur schützen – darunter Leitstellen der Eisenbahnverwaltung, die Prager Burg und möglicherweise auch Staudämme.
Drohnen dürfen grundsätzlich nicht ohne Genehmigung über Wohngebieten, in der Nähe von Militäranlagen, bei Rettungseinsätzen oder über Autobahnen fliegen. Betreiber müssen außerdem Sicherheitsgrenzen wie die maximale Flughöhe beachten. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 150.000 Kronen sowie die Beschlagnahmung der Geräte. Für den sicheren Betrieb müssen Drohnenpiloten ihre Flugpläne in der digitalen Karte DroneMap veröffentlichen.





