Tschechischer Eishockeyverband will WM 2031 ins Land holen
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Petr Bříza sieht gute Chancen für eine Bewerbung mit Prag und Brünn – zugleich soll der Wechsel junger Spieler zwischen Vereinen erleichtert werden

Der Tschechische Eishockeyverband hat bei seiner Bewertungskonferenz die vergangenen zwei Jahre bilanziert und neue Ziele formuliert. Im Mittelpunkt stehen die Bewerbung um die Eishockey-Weltmeisterschaft 2031, die Vorbereitung der Junioren-WM 2030 sowie eine Änderung der Transferregeln im Nachwuchsbereich.
In einem Interview für die Webseite des tschechischen Eishockeyverbandes (Český hokej) sagte Verbandsvizepräsident Petr Bříza, dass sich Tschechien um die Austragung der Senioren-Weltmeisterschaft im Jahr 2031 bemühen will. Als mögliche Spielorte sind Prag und Brünn vorgesehen. Beide Städte verfügen über große Arenen, eine starke Infrastruktur und das Potenzial, zahlreiche Fans anzuziehen.
Brünn habe sich laut Bříza unter anderem durch den Bau einer neuen Arena mit einer Kapazität von rund 12.500 Zuschauern in eine besonders gute Position gebracht. Auch die Nähe zur Slowakei könne wirtschaftlich ein Vorteil sein, falls die slowakische Nationalmannschaft dort spielen sollte.
Bříza verwies zugleich auf die erfolgreiche Weltmeisterschaft, die Tschechien zuletzt ausgerichtet hat. Das Land habe bewiesen, dass es große Turniere organisatorisch und wirtschaftlich stemmen könne. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Entscheidung letztlich bei den Delegierten des IIHF-Kongresses liege und auch andere Bewerber, darunter neue Märkte wie Großbritannien, eine Rolle spielen könnten.
Bereits sicher ist, dass Tschechien 2030 die U20-Weltmeisterschaft ausrichten wird. Für dieses Turnier wird noch ein zweiter Spielort neben Brünn gesucht. Im Gespräch sind unter anderem Ostrava, Jihlava, Pardubice und České Budějovice. Der Verband will nach eigenen Angaben mit mehreren Städten über die besten Bedingungen verhandeln.
Ein weiteres zentrales Thema ist die neue Regelung im Nachwuchsbereich. Junge Spieler sollen künftig leichter per Leihe zu einem anderen Verein wechseln können, auch ohne Zustimmung des bisherigen Klubs. Bříza bezeichnete die Änderung als wichtigen Schritt, über den seit Jahren diskutiert worden sei.
Bisher seien 16-, 17- und 18-jährige Spieler in Tschechien häufig durch hohe Ablösesummen blockiert worden. Die neue Regelung solle ihnen ermöglichen, sich bei anderen Vereinen weiterzuentwickeln und mehr Spielpraxis zu sammeln. Dadurch könnten vor allem kleinere Klubs profitieren, die jungen Spielern eher Einsatzzeiten bieten können.
Bříza sieht darin auch eine Möglichkeit, Abgänge junger Talente ins Ausland zu verringern. Tschechien müsse näher an Modelle wie in Schweden oder Finnland heranrücken, wo Nachwuchsspieler freier wechseln können und finanzielle Kompensationen erst später eine größere Rolle spielen. Entscheidend sei jedoch auch, dass junge Spieler bereit seien, sich im heimischen Wettbewerb durchzusetzen, statt frühzeitig nach Nordamerika zu wechseln.
Český svaz ledního hokeje
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