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Tschechische Kronjuwelen ab September wieder auf der Prager Burg zu sehen

Sonderausstellung widmet sich in diesem Jahr der Habsburger-Geschichte in Böhmen

Tschechische Kronjuwelen ab September wieder auf der Prager Burg zu sehen
Foto: Vláda České republiky

Die tschechischen Kronjuwelen werden im September erneut der Öffentlichkeit auf der Prager Burg präsentiert. Neben der Wenzelskrone können Besucher auch das königliche Zepter und den Reichsapfel besichtigen. Die diesjährige Ausstellung steht unter dem Motto „Habsburger 500“ und ergänzt die Kronjuwelen um weitere seltene historische Exponate.


Die feierliche Entnahme der Kronjuwelen aus der Kronkammer im Veitsdom erfolgt am 14. September. In den darauffolgenden Tagen erhalten zunächst Schulklassen die Möglichkeit, die wertvollen Insignien zu besichtigen. Für die breite Öffentlichkeit ist die Ausstellung vom 18. bis 28. September geöffnet. Der Eintritt bleibt kostenlos.


Nach Angaben von Staatspräsident Petr Pavel bestätigt das anhaltend große Besucherinteresse die Entscheidung, die Kronjuwelen jährlich auszustellen. Bereits in den vergangenen Jahren nutzten Zehntausende Menschen die Gelegenheit, die bedeutendsten Symbole der tschechischen Staatlichkeit aus nächster Nähe zu sehen.


Tschechische Kronjuwelen ab September wieder auf der Prager Burg zu sehen
Foto: Pražský hrad | Zuzana Bönisch

Die Ausstellung trägt in diesem Jahr den Untertitel „Habsburger 500“. Wie die Kultur- und Programmdirektorin der Prager Burg, Veronika Wolf, erklärte, sollen Besucher im Vladislavsaal des Alten Königspalastes die Geschichte der böhmischen Kronjuwelen von der Thronbesteigung von Ferdinand I. im Jahr 1526 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts kennenlernen.


Die Ausstellung zeichnet den Weg der Kronjuwelen von ihrer Aufbewahrung auf der Burg Karlštejn im 16. Jahrhundert über ihre Verlagerung nach Wien während des Dreißigjähriger Krieg bis zu ihrer feierlichen Rückkehr nach Prag im Jahr 1791 nach. Seitdem befinden sich die Kronjuwelen dauerhaft auf der Prager Burg und gelten als eines der wichtigsten Symbole der tschechischen Staatlichkeit und nationalen Identität.


Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr dem reich verzierten königlichen Zepter und Reichsapfel, die Ferdinand I. im Jahr 1533 beim Augsburger Goldschmied Hans Haller in Auftrag gab. Ursprünglich dienten sie als persönliche Herrschaftsinsignien des Königs. Im 17. Jahrhundert ersetzten sie jedoch ältere gotische Insignien und wurden Teil der böhmischen Kronjuwelen.


Tschechische Kronjuwelen ab September wieder auf der Prager Burg zu sehen
Foto: Pražský hrad | Zuzana Bönisch

Ergänzt wird die Ausstellung durch das königliche Krönungsgewand von 1653, das bei den Krönungen böhmischer Könige im 18. Jahrhundert verwendet wurde. Zudem werden historische Schlüssel der Wächter des Kronarchivs sowie weitere Objekte gezeigt, die mit der Aufbewahrung und dem Schutz der Kronjuwelen verbunden sind.


Das Interesse an der Ausstellung wächst seit Jahren. Im Herbst 2024 besuchten 46.609 Menschen die Präsentation der Kronjuwelen. Ein Jahr später stieg die Zahl auf 51.553 Besucher, darunter auch zahlreiche Schulklassen aus der gesamten Tschechischen Republik.

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