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Tschechiens Bevölkerung im ersten Halbjahr 2026 leicht geschrumpft

vor 4 Stunden
2 Min. Lesezeit

Einwohnerzahl sinkt um 12.200 – positive Wanderungsbilanz kann Geburtendefizit nicht ausgleichen

Tschechiens Bevölkerung im ersten Halbjahr 2026 leicht geschrumpft
Foto: Chris Linnett | Unsplash

Tschechien verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen leichten Bevölkerungsrückgang. Hauptgrund war die weiterhin hohe Differenz zwischen der Zahl der Geburten und der Sterbefälle.


Die Einwohnerzahl der Tschechischen Republik ist im ersten Halbjahr 2026 auf knapp 10,904 Millionen gesunken.Obwohl mehr Menschen ins Land zogen, als das Land verließen, konnte die Zuwanderung den natürlichen Bevölkerungsrückgang nicht ausgleichen. Ende Juni lebten in der Tschechischen Republik rund 12.200 Menschen weniger als zu Jahresbeginn. Das geht aus vorläufigen Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) hervor.


Ausschlaggebend für den Rückgang war erneut die deutlich höhere Zahl an Sterbefällen im Vergleich zu den Geburten. Während im ersten Halbjahr 36.500 Kinder lebend geboren wurden, starben 57.600 Menschen. Daraus ergibt sich ein natürlicher Bevölkerungsrückgang von 21.100 Personen. Die positive Wanderungsbilanz von 8.900 Personen konnte diese Entwicklung lediglich abmildern.


Geburtenzahl sinkt das fünfte Jahr in Folge


Zwischen Januar und Juni wurden 36.500 Kinder geboren. Das waren 1.800 beziehungsweise fünf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit ist die Geburtenzahl bereits das fünfte Jahr in Folge zurückgegangen. Der aktuelle Rückgang fiel allerdings schwächer aus als in den vergangenen Jahren, als die Geburtenzahlen jeweils um acht bis zehn Prozent gesunken waren.


Die meisten Kinder wurden von Frauen im Alter zwischen 30 und 32 Jahren geboren. Bei Erstgeburten waren die Mütter überwiegend zwischen 27 und 29 Jahre alt. Wie bereits im ersten Halbjahr 2025 kamen 53 Prozent der Kinder bei verheirateten Frauen zur Welt.


Weniger Sterbefälle als im Vorjahr


In den ersten sechs Monaten des Jahres starben 57.600 Einwohner Tschechiens. Das waren rund 400 beziehungsweise ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Verstorbenen gehörten den Geburtsjahrgängen 1941 bis 1948 an. Nach Altersgruppen entfielen die höchsten Zahlen auf Menschen zwischen 80 und 84 Jahren mit 10.600 Todesfällen sowie auf die Gruppe der 75- bis 79-Jährigen mit 10.400 Sterbefällen.


Wanderungsbilanz deutlich gestiegen


Die internationale Migration sorgte im ersten Halbjahr für einen Bevölkerungszuwachs von 8.900 Personen. Insgesamt zogen 53.900 Menschen nach Tschechien, während 45.000 das Land verließen.


Den größten Wanderungsgewinn gab es bei philippinischen Staatsangehörigen mit einem Plus von 2.500 Personen. Dahinter folgten ukrainische Staatsangehörige mit 2.200 und slowakische Staatsangehörige mit 1.800 Personen.

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