Feuerwehr deckt Tausende Sicherheitsmängel in tschechischen Nachtlokalen auf
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- vor 2 Stunden
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Bei landesweiten Kontrollen wurden 2.381 Verstöße festgestellt – besonders häufig: defekte Feuerlöscher und blockierte Fluchtwege

Eine groß angelegte Kontrollaktion in tschechischen Bars, Diskotheken und anderen Nachtlokalen hat zahlreiche Sicherheitsmängel offengelegt. Die verhängten Geldbußen belaufen sich bislang auf mehr als 5,5 Millionen Kronen.
Feuerwehr und Polizei haben ihre außerordentlichen Brandschutzkontrollen in Nachtlokalen abgeschlossen. Im Rahmen der landesweiten Aktion „DISCO 2026“ überprüften die Einsatzkräfte zwischen dem 12. Januar und dem 31. August insgesamt 729 Betriebe.
Anlass für die Kontrollen war ein tragischer Brand in einer Bar in der Schweiz im Januar 2026. Auf Initiative von Ministerpräsident Andrej Babiš ordnete Innenminister Lubomír Metnar daraufhin die landesweite Überprüfung von Bars, Diskotheken, Weinlokalen und ähnlichen Einrichtungen an.
Im Mittelpunkt standen vor allem Betriebe in Kellerräumen sowie Lokale, in denen eine schnelle Evakuierung aufgrund der baulichen Gegebenheiten schwierig sein könnte. Die Feuerwehr kontrollierte unter anderem, ob die Gebäude rechtmäßig genutzt werden, Fluchtwege frei zugänglich sind und die vorgeschriebenen Brandschutzeinrichtungen funktionieren.
Mehr als 2.300 Mängel festgestellt
Insgesamt registrierten die Kontrolleure 2.381 Verstöße. Besonders häufig fehlten funktionstüchtige oder ordnungsgemäß geprüfte Feuerlöscher. In 341 Fällen wurden entsprechende Mängel festgestellt.
Weitere 288 Verstöße betrafen die Evakuierungsbedingungen. Dabei handelte es sich vor allem um blockierte oder unzureichend gekennzeichnete Fluchtwege. In 247 Fällen hatten die Betreiber die vorgeschriebenen regelmäßigen Brandschutzkontrollen vernachlässigt.
Zusammen 393 Mängel entfielen auf Brandschutzkonzepte und Brandschutzabschlüsse. Dazu gehörten nicht funktionierende oder nicht genehmigte Brandschutztüren sowie unzulässige Änderungen bei der Nutzung von Gebäuden.
Prag unter den am stärksten betroffenen Regionen
Fast 39 Prozent aller festgestellten Verstöße konzentrierten sich auf drei Regionen. In Prag wurden 333 Mängel registriert, in der Region Pilsen 328 und in der Region Ústí nad Labem 265.
Bußgelder von mehr als 5,5 Millionen Kronen
Bis zum 1. September wurden insgesamt 302 Geldbußen in einer Gesamthöhe von 5,551 Millionen Kronen verhängt. Davon wurden 104 direkt vor Ort ausgesprochen, weitere 198 im Rahmen von Verwaltungsverfahren.
In 191 Fällen schalteten die Kontrolleure zudem die zuständigen Baubehörden ein oder ließen die Gebäudedokumentation überprüfen. Weitere 83 ursprünglich für eine Kontrolle ausgewählte Betriebe waren bereits geschlossen oder aufgelöst worden.
Die endgültige Bilanz könnte noch höher ausfallen, da mehrere Verwaltungsverfahren noch nicht abgeschlossen sind. Die tschechische Feuerwehr kündigte an, ähnliche Betriebe auch künftig zu überprüfen. Damit soll das Brandschutzniveau an Orten, an denen sich regelmäßig viele Menschen aufhalten, langfristig verbessert werden.









