Tschechien plant für kommendes Jahr erste Mission zur Internationalen Raumstation
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- vor 2 Tagen
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Vertrag mit ESA unterzeichnet – Aleš Svoboda könnte als erster Tscheche im Rahmen der Mission zur ISS fliegen

Die Tschechische Republik hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu ihrer ersten Raumfahrtmission zur Internationalen Raumstation (ISS) gemacht. Im Prager Planetarium stellte die Regierung am Montag den aktuellen Stand des nationalen Projekts „Česká cesta do vesmíru“ (Tschechischer Weg ins All) vor.
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die Unterzeichnung eines Vertrags zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem Unternehmen Vast Space bekanntgegeben. Die Vereinbarung soll die Beteiligung Tschechiens an einer geplanten kommerziellen bemannten Mission zur ISS ermöglichen und gilt als bedeutender Meilenstein des Projekts.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen eröffnet die Vereinbarung der Tschechischen Republik zudem die Möglichkeit, die Position des Piloten der Mission zu besetzen. Als möglicher Kandidat gilt der Pilot der tschechischen Armee und ESA-Reserveastronaut Aleš Svoboda. Seine Teilnahme muss allerdings noch von den internationalen Partnern bestätigt werden.

Ministerpräsident Andrej Babiš bezeichnete das Vorhaben als strategische Investition in die Zukunft des Landes. Neben dem symbolischen Wert einer bemannten Raumfahrtmission biete das Projekt insbesondere Chancen für tschechische Wissenschaftler, Universitäten und Unternehmen. Die im Rahmen der Raumfahrtforschung entwickelten Technologien könnten künftig unter anderem in der Industrie, im Gesundheitswesen sowie in weiteren Bereichen Anwendung finden.
Das Projekt ist Teil der umfassenderen Initiative „Česká cesta do vesmíru“, die neben der Förderung der Raumfahrtindustrie auch die Unterstützung von Bildung, Forschung und technischen Studienrichtungen umfasst. Ziel ist es, junge Menschen stärker für Wissenschaft und Technologie zu begeistern und gleichzeitig die Position der Tschechischen Republik im internationalen Raumfahrtsektor auszubauen.

Sollten alle erforderlichen Genehmigungen erteilt und die weiteren Vorbereitungen planmäßig abgeschlossen werden, könnte die Mission in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 stattfinden. Die Regierung sieht darin einen weiteren Schritt, um die Tschechische Republik stärker an internationalen Technologie- und Forschungsprojekten zu beteiligen.





