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Mittel- und Südböhmische Region verknüpfen ihre Verkehrssysteme: Einheitliche Tickets ab Juli 2026

Reisende profitieren von einer einheitlicheren Tarifstruktur, einer besseren Orientierung sowie zusätzlichen Reisemöglichkeiten mit nur einem Fahrschein

Mittel- und Südböhmische Region verknüpfen ihre Verkehrssysteme: Einheitliche Tickets ab Juli 2026
Foto: PID

Ab Juli 2026 rücken Mittelböhmen und Südböhmen im öffentlichen Verkehr enger zusammen. Durch die Verknüpfung der Tarifsysteme PID und IDESKA profitieren Fahrgäste von neuen Direktverbindungen und erweiterten Ticketoptionen über die Regionsgrenzen hinweg.


Ab dem 1. Juli 2026 wird die öffentliche Verkehrsanbindung zwischen dem Středočeský kraj (Mittelböhmischer Kreis) und dem Jihočeský kraj (Südböhmischer Kreis) deutlich erweitert. Grundlage ist eine Vereinbarung beider Regionen, die das Prager und mittelböhmische Verkehrssystem PID mit dem neuen südböhmischen Tarifverbund IDESKA verknüpft.


Für Fahrgäste bedeutet dies mehr Flexibilität bei Reisen zwischen den beiden Regionen. Mit einem PID-Ticket wird künftig die Weiterfahrt beispielsweise bis nach Tábor, Planá nad Lužnicí oder Orlík nad Vltavou möglich sein. Umgekehrt können Reisende mit einem IDESKA-Ticket künftig Ziele wie Benešov, Sedlčany, Vlašim oder Příbram erreichen.


Die integrierten Tickets gelten künftig auf ausgewählten Zugverbindungen zwischen Prag, Tábor und České Budějovice. Zwischen Benešov und Planá nad Lužnicí überschneiden sich die Geltungsbereiche beider Tarifsysteme, wodurch Fahrgäste zwischen den Angeboten wählen oder diese kombinieren können.


Nach Angaben der Verantwortlichen soll die Verknüpfung der beiden Systeme den öffentlichen Verkehr über Verwaltungsgrenzen hinweg vereinfachen. Reisende profitieren von einer einheitlicheren Tarifstruktur, einer besseren Orientierung sowie zusätzlichen Reisemöglichkeiten mit nur einem Fahrschein.


Mittel- und Südböhmische Region verknüpfen ihre Verkehrssysteme: Einheitliche Tickets ab Juli 2026
Grafik: PID

Ausweitung auch im Busverkehr


Von den Änderungen profitiert auch der regionale Busverkehr. Das PID-Tarifsystem wird künftig auf zahlreichen Linien in den Regionen Tábor und Písek anerkannt. Gleichzeitig gilt der IDESKA-Tarif auf ausgewählten PID-Linien in den Gebieten Benešov, Vlašim und Příbram. Mit einem PID-Ticket werden zudem Fahrten bis nach Písek und Strakonice möglich.


Parallel zur Tarifintegration werden mehrere Buslinien angepasst. Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die bisherige Linie 401 zwischen Prag und Tábor. Sie wird durch die neue Linie 408 ersetzt, die künftig über Sedlec-Prčice verkehrt und damit weiteren Gemeinden eine direkte Verbindung in die tschechische Hauptstadt ermöglicht.


Kombinierte Tickets möglich


Für Fahrgäste, die beide Tarifsysteme nutzen möchten, wird ein kombiniertes Ticketangebot eingeführt. Diese sogenannten Kombinationstarife können direkt beim Busfahrer oder beim Zugpersonal erworben werden und ermöglichen eine durchgehende Fahrt über die Grenzen der beiden Regionen hinweg.


Mit der Verknüpfung von PID und IDESKA setzen der Mittelböhmische und der Südböhmische Kreis einen weiteren Schritt in Richtung eines stärker integrierten und benutzerfreundlichen öffentlichen Verkehrsnetzes in der Tschechischen Republik.

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