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Sicherheitsindex 2026: Tschechen fühlen sich so sicher wie seit Jahren nicht mehr

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Um den Verlust von Haus oder Wohnung sorgen sich die Befragten am wenigsten

Sicherheitsindex 2026: Tschechen fühlen sich so sicher wie seit Jahren nicht mehr
Foto: Min An | Pexels

Ernsthafte Gesundheitsprobleme und finanzielle Verluste bereiten den Menschen in Tschechien die größten Sorgen. Rund jeder sechste Erwachsene bewertet seine psychische Gesundheit als schlecht oder sehr schlecht.


Das Sicherheitsgefühl in Tschechien hat sich leicht verbessert. Der Sicherheitsindex des Versicherers ČSOB Pojišťovna stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Punkte auf 54,1 von 100 möglichen Punkten. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2023. Der Versicherer erstellt den Index gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut STEM/MARK auf Grundlage einer landesweiten Befragung.


Gesundheit und Finanzen bereiten die größten Sorgen


Am wenigsten fürchten die Befragten, ihre Wohnung oder ihr Haus zu verlieren. In dieser Kategorie erreichte der Index 60,3 Punkte. Bei Schäden am Eigentum oder dessen Zerstörung lag er bei 55 Punkten. Die niedrigsten Werte entfielen auf ernsthafte Gesundheitsprobleme mit 51,4 Punkten und erhebliche finanzielle Verluste mit 51,5 Punkten. Auch der mögliche Verlust eines regelmäßigen Einkommens bereitet vielen Befragten Sorgen.


Beim Thema Gesundheit stieg der Index von 50,2 auf 51,4 Punkte. 59 Prozent der Befragten gaben an, für den Fall einer ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigung in irgendeiner Form abgesichert zu sein. Im Vorjahr waren es 56 Prozent. Rund die Hälfte hat nach eigenen Angaben eine Versicherung für den Fall einer schweren Erkrankung mit Folgeschäden.


Jeder fünfte junge Erwachsene bewertet seine psychische Gesundheit als schlecht oder sehr schlecht


Alle zwei Jahre werden die Teilnehmer auch gefragt, wie sie ihre psychische Gesundheit einschätzen. 16 Prozent der Erwachsenen bewerten ihre psychische Gesundheit als schlecht oder sehr schlecht. Unter den 18- bis 25-Jährigen ist es ein Fünftel, rund elf Prozentpunkte unter dem Wert von 2024.


Sicherheitsindex 2026: Tschechen fühlen sich so sicher wie seit Jahren nicht mehr
Foto: Anthony Tran | Unsplash

Als größte Belastungen für die psychische Gesundheit nennen die Befragten Schicksalsschläge in der Familie und ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen. Männer bewerten ihre psychische Gesundheit etwas positiver. Frauen wissen der Befragung zufolge besser, wo sie Hilfe finden, und tun häufiger etwas für ihre psychische Gesundheit. Rund ein Drittel der Frauen gab an, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Bei den Männern war es ein Viertel.


Psychische Probleme können ein Grund sein, die Stelle aufzugeben


Für 45 Prozent der Befragten wäre eine schlechte psychische Verfassung ein Grund, ihre Stelle aufzugeben. Jiří Střelický, Generaldirektor von ČSOB Pojišťovna, verwies darauf, dass vor allem junge Menschen bei psychischen Problemen erwägen würden, ihre Stelle aufzugeben. Neben Prävention und leicht zugänglicher Hilfe sei deshalb auch die Frage wichtig, wie ein Haushalt einen möglichen Einkommensausfall verkraften würde.


Drei Viertel der Befragten setzen auf Versicherungen


Drei Viertel der Befragten verlassen sich zumindest in manchen Situationen auf eine Versicherung. Im Vorjahr waren es knapp sieben von zehn. Am häufigsten sind die Befragten gegen Naturkatastrophen versichert (66 Prozent). Jeweils 62 Prozent sind gegen Verkehrsunfälle beziehungsweise Einbrüche versichert.


Deutlich seltener versichern sich die Befragten gegen den Diebstahl von Geld im Internet (30 Prozent), Verletzungen der Privatsphäre im Netz (27 Prozent) oder den Verlust des Arbeitsplatzes (21 Prozent). Menschen mit höherem Einkommen sichern mehr Risiken ab und halten ihren Versicherungsschutz häufiger für ausreichend.

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