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Der Winter steht vor der Tür: Was Autofahrer in Tschechien jetzt beachten sollten

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

In Tschechien sind Winterreifen vorgeschrieben, wenn die Fahrbahn eine geschlossene Schneedecke aufweist oder eis- beziehungsweise reifglatt ist

Der Winter steht vor der Tür: Was Autofahrer in Tschechien jetzt beachten sollten
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Seit dem 1. November gilt in Tschechien bei winterlichen Straßenverhältnissen die Winterreifenpflicht. In weiten Teilen des Landes werden in den kommenden Tagen nächtliche Minusgrade erwartet.


Mit sinkenden Temperaturen steigt die Gefahr von Straßenglätte. Wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte den Reifenwechsel deshalb nicht länger aufschieben. Das tschechische Verkehrsministerium und die Verkehrssicherheitsinitiative BESIP erinnern an die geltenden Vorschriften und empfehlen, vor dem Winter auch den Zustand des Fahrzeugs zu überprüfen.


In Tschechien sind Winterreifen vom 1. November bis zum 31. März vorgeschrieben, wenn die Fahrbahn eine geschlossene Schneedecke aufweist oder eis- beziehungsweise reifglatt ist. Die Pflicht gilt auch, wenn aufgrund der Witterung während der Fahrt mit solchen Straßenverhältnissen zu rechnen ist.


Bei Kraftfahrzeugen zur Personen- oder Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen sind unter diesen Voraussetzungen Winterreifen auf allen Rädern vorgeschrieben. Die Profiltiefe muss mindestens vier Millimeter betragen. Bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen sind Winterreifen mit mindestens sechs Millimetern Profil auf allen Rädern der dauerhaft angetriebenen Achsen vorgeschrieben.


Profiltiefe und Reifenzustand kontrollieren


Beim Reifenwechsel sollten Autofahrer die Profiltiefe, den Zustand der Reifen und den Luftdruck überprüfen. Auch das Alter der Reifen spielt eine Rolle. Die letzten vier Ziffern der DOT-Kennzeichnung auf der Reifenflanke geben Auskunft über die Produktionswoche und das Herstellungsjahr. Die Angabe 2423 bedeutet beispielsweise, dass der Reifen in der 24. Kalenderwoche des Jahres 2023 hergestellt wurde.


Für die Beurteilung des Reifenzustands spielen neben dem Alter auch die bisherige Nutzung, die Lagerung, der Verschleiß und mögliche Schäden eine Rolle.


Verschleißanzeiger in den Profilrillen geben einen ersten Hinweis darauf, wie stark ein Reifen abgenutzt ist. Ihre Position ist auf der Reifenflanke meist mit TWI gekennzeichnet. Bei manchen Winterreifen gibt es zusätzlich einen Winterverschleißanzeiger mit der Kennzeichnung WTWI.


Wie stark sich die Bereifung auf den Bremsweg auswirken kann, zeigen die von BESIP angeführten Vergleichswerte. Auf Schnee war der Bremsweg mit Winterreifen bei 50 km/h acht Meter kürzer als mit Sommerreifen. Auf Eis betrug der Unterschied bei 30 km/h elf Meter.


Ganzjahresreifen als Alternative


Immer mehr Autofahrer entscheiden sich für Ganzjahresreifen. Sie können eine Alternative für alle sein, die vergleichsweise wenig fahren und überwiegend in Städten oder Regionen mit milderen Wintern unterwegs sind.


Bei der Wahl der Reifen kommt es darauf an, wo, wie häufig und unter welchen Bedingungen das Fahrzeug genutzt wird. Gute Reifenqualität, eine ausreichende Profiltiefe und ein guter Reifenzustand sind bei jeder Bereifung wichtig.


Das Fahrzeug auf den Winter vorbereiten


Vor Fahrtbeginn müssen Schnee und Eis von den Scheiben entfernt werden, damit die Sicht nach vorn, hinten und zu den Seiten frei ist. Auch die Scheibenwischer und die Beleuchtung sollten überprüft werden. Gerade im Winter verschmutzen die Leuchten durch Spritzwasser und Straßenschmutz besonders schnell.


Zur Wintervorbereitung gehört auch, die Batterie und die Betriebsflüssigkeiten zu kontrollieren und ausreichend frostbeständiges Scheibenwaschmittel einzufüllen.

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