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Regierung genehmigt Raumentwicklungsplan für Prager Hochgeschwindigkeitsstrecke

Der Plan sichert die erforderlichen Korridore zwischen Vršovice und Běchovice und soll zugleich den stark ausgelasteten Prager Eisenbahnknoten entlasten

Regierung genehmigt Raumentwicklungsplan für Prager Hochgeschwindigkeitsstrecke
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Die tschechische Regierung hat den Teil-Raumentwicklungsplan für die Prager Hochgeschwindigkeitsstrecke genehmigt. Damit werden die benötigten Flächen für den Ausbau der Bahninfrastruktur in der Hauptstadt planerisch gesichert.


Die tschechische Regierung hat auf ihrer heutigen Sitzung den Teil-Raumentwicklungsplan „VRT Praha“ verabschiedet. Dieser legt die Korridore für die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke im Prager Stadtgebiet fest. Die neue Infrastruktur soll die Kapazität des Eisenbahnknotens erhöhen und die Voraussetzungen für den künftigen Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen schaffen.


Der Plan umfasst den Streckenabschnitt zwischen Praha-Vršovice und Praha-Běchovice. Vorgesehen sind zudem Gleisanlagen, auf denen Zuggarnituren vorübergehend abgestellt werden können.


Neue Verbindung für Güterverkehr


Teil des Vorhabens ist außerdem der Bau eines Verbindungsgleises zwischen den Strecken Praha-Libeň–Praha-Malešice und Praha-Malešice–Praha-Běchovice. Die sogenannte Jahodnická-Verbindung soll Güterzügen eine reibungslose Durchfahrt durch den Prager Eisenbahnknoten ermöglichen.


„Die Genehmigung des Teil-Raumentwicklungsplans VRT Praha ist ein wichtiger Meilenstein bei der Vorbereitung der Hochgeschwindigkeitsbahn in der Hauptstadt“, so Verkehrsminister Ivan Bednarik in einer Pressemitteilung. Der Staat erhalte damit die notwendige Flächensicherung für eine strategisch wichtige Verkehrsinfrastruktur.


Regierung genehmigt Raumentwicklungsplan für Prager Hochgeschwindigkeitsstrecke
Foto: Vysokorychlostní tratě ČR

Die geplanten Abschnitte der Hochgeschwindigkeitsstrecke seien zugleich Teil der Lösung für den Prager Eisenbahnknoten, dessen Kapazitätsgrenze bereits erreicht werde, so der Minister.


Das Verkehrsministerium setze damit seinen im Frühjahr vorgestellten Plan für ein Hochgeschwindigkeitsnetz fort. Dieses soll die wichtigsten Wirtschafts- und Verwaltungszentren in Tschechien entlang der Achse Ústí nad Labem–Prag–Brünn–Ostrava miteinander verbinden. Geplant sind zudem Anschlüsse nach Deutschland, Polen, in die Slowakei und nach Österreich.


Mehr Kapazität im Prager Eisenbahnknoten


„VRT Praha ist nicht nur ein Bestandteil des künftigen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Es handelt sich zugleich um ein wichtiges Kapazitätsprojekt für den gesamten Prager Eisenbahnknoten“, erklärte der Generaldirektor von Správa železnic, Tomáš Tóth.


Durch die Verlagerung eines Teils des Fernverkehrs von den am stärksten ausgelasteten konventionellen Strecken entstehe mehr Platz für einen zuverlässigeren Regional-, Personen- und Güterverkehr. Zugleich werde die Widerstandsfähigkeit des Bahnbetriebs bei außergewöhnlichen Ereignissen erhöht.


Regierung genehmigt Raumentwicklungsplan für Prager Hochgeschwindigkeitsstrecke
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Der Teil-Raumentwicklungsplan ist ein besonderes Instrument zur Vorbereitung bedeutender Verkehrsbauten, an denen ein dringendes öffentliches Interesse besteht. Erstellt wurde das Dokument vom Verkehrsministerium. Der genehmigte Plan ist für künftige Entscheidungen über die Nutzung der betroffenen Flächen verbindlich.


Das Ministerium für Regionalentwicklung soll die Festlegungen bei der nächsten Aktualisierung in den landesweiten Raumentwicklungsplan übernehmen.

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