Rauchverbot und Jugendschutz: Bei jeder fünften Kontrolle Verstöße festgestellt
Bei einer landesweiten Kontrollaktion in Restaurants, Bars und Clubs stellten die Behörden zahlreiche Verstöße fest

Nicht alle Gastronomiebetriebe in Tschechien halten sich an die gesetzlichen Vorgaben zum Nichtraucher- und Jugendschutz. Eine landesweite Überprüfung zeigt jedoch eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
Bei einer groß angelegten Kontrollaktion haben die tschechischen Behörden im Sommer 2026 landesweit Restaurants, Bars und Clubs überprüft. Im Mittelpunkt standen die Einhaltung des Rauchverbots sowie die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Tabak.
Die Kontrollen fanden vom 15. Juni bis zum 15. September 2026 im Rahmen der landesweiten Aktion „Alkohol, Drogen und Jugend 2026“ (ADaM) statt. Organisiert wurde die Aktion von der tschechischen Polizei in Zusammenarbeit mit dem Regierungsamt, der Tschechischen Handelsinspektion, der Zollverwaltung und dem Gesundheitsministerium.
An den Überprüfungen beteiligten sich insgesamt 125 Mitarbeiter der regionalen Hygienestationen. Sie führten landesweit 555 Kontrollen durch, darunter 161 in Restaurants sowie 281 in Bars und Clubs.
Bei rund 21 Prozent der Kontrollen Verstöße festgestellt
Bei 116 der insgesamt 555 Kontrollen stellten die Behörden Mängel fest. Im Zusammenhang mit den Überprüfungen wurden bislang 56 Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 119.000 tschechischen Kronen verhängt.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigen die Ergebnisse eine leichte Verbesserung. Während 2025 noch bei rund 26 Prozent der Kontrollen Verstöße festgestellt wurden, sank dieser Anteil 2026 auf etwa 21 Prozent.
Dennoch zeigen die Ergebnisse nach Angaben des Gesundheitsministeriums, dass Betreiber weiterhin gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen und regelmäßige Kontrollen notwendig bleiben.
Rauchverbot und Jugendschutz im Mittelpunkt
Die Kontrolleure überprüften unter anderem, ob das Rauchverbot in Innenräumen eingehalten wird und ob die vorgeschriebenen Hinweise zum Verkaufsverbot von Alkohol und Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren vorhanden sind.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die Kontrollen nicht nur Verstöße aufdecken und ahnden, sondern auch zur Prävention beitragen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, Betreiber über ihre gesetzlichen Pflichten zu informieren und ein sichereres Umfeld für Kinder und Jugendliche zu schaffen.










