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Prager Škoda-15T-Straßenbahnen werden mit Klimaanlagen nachgerüstet

Insgesamt 123 Fahrzeuge sollen modernisiert werden – mindestens 20 Straßenbahnen pro Jahr

Prager Škoda-15T-Straßenbahnen werden mit Klimaanlagen nachgerüstet
Foto: Dopravní podnik hlavního města Prahy

Die Prager Verkehrsbetriebe starten die Nachrüstung von 123 Škoda-15T-Straßenbahnen mit Klimaanlagen für den Fahrgastraum. Mindestens 20 Fahrzeuge sollen künftig pro Jahr modernisiert werden, um den Fahrkomfort für Fahrgäste deutlich zu verbessern.


Die Prager Verkehrsbetriebe lassen insgesamt 123 Straßenbahnen des Typs Škoda 15T nachträglich mit Klimaanlagen für den Fahrgastraum ausstatten. Die Nachrüstung soll auf Grundlage einzelner Bestellungen schrittweise erfolgen. Der Preis für die Ausstattung eines Fahrzeugs beträgt rund 3,2 Millionen Kronen. Für alle 123 Straßenbahnen beläuft sich der Auftragswert damit auf insgesamt rund 396 Millionen Kronen. Dies liegt knapp 36 Millionen Kronen unter dem ursprünglich veranschlagten Wert der öffentlichen Ausschreibung. Laut Vertrag sollen jährlich mindestens 20 Straßenbahnen mit Klimaanlagen ausgestattet werden.


Die Montage der Klimaanlagen wird in den Werkhallen des Verkehrsbetriebs MPK Łódź erfolgen, der als Subunternehmer von Ausschreibungsgewinner ENIKA an dem Projekt beteiligt ist. Nach der Unterzeichnung des Vertrags soll im Juli ein erstes Abstimmungsgespräch mit dem Lieferanten stattfinden. Anschließend werden der genaue Zeitplan und die weiteren Arbeitsschritte festgelegt.


Prager Škoda-15T-Straßenbahnen werden mit Klimaanlagen nachgerüstet
Foto: PID - mobilita budoucnosti

Zunächst wird eine erste Straßenbahn mit den neuen Klimaanlagen ausgestattet. Dieses Fahrzeug muss danach ein Zulassungsverfahren unter den Bedingungen der tschechischen Eisenbahnbehörde durchlaufen.


„Sobald die erste Straßenbahn nachgerüstet wurde, der Lieferant alle erforderlichen Bescheinigungen und Genehmigungen erhalten hat und wir die Funktionsfähigkeit der installierten Klimaanlage im Prager Probebetrieb getestet haben, werden wir die Arbeiten an weiteren Fahrzeugen bestellen“, erklärte Jan Šurovský, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und technischer Direktor der Prager Verkehrsbetriebe.


Die Fahrzeuge sollen entsprechend den vorgeschriebenen Wartungsintervallen und den betrieblichen Anforderungen der Verkehrsbetriebe ausgewählt werden. Die Nachrüstung werde schrittweise und jeweils nur an einzelnen Fahrzeugen vorgenommen.


„Es werden keinesfalls gleichzeitig 20 Straßenbahnen aus dem Betrieb genommen und nach Łódź gebracht“, betonte Šurovský. Ziel sei es, innerhalb von zwölf Monaten mindestens 20 Fahrzeuge nachzurüsten, ohne den regulären Straßenbahnbetrieb unnötig zu beeinträchtigen.


Nach Abschluss des Projekts sollen nicht klimatisierte Fahrzeuge nur noch rund ein Drittel der Straßenbahnflotte der Prager Verkehrsbetriebe ausmachen.


Prager Škoda-15T-Straßenbahnen werden mit Klimaanlagen nachgerüstet
Foto: Dopravní podnik hlavního města Prahy

In jede Škoda-15T-Straßenbahn werden drei Klimaanlagen eingebaut – jeweils eine Anlage pro Fahrzeugsegment. Der Betrieb erfolgt automatisch über ein eigenes Steuerungssystem mit vier Betriebsarten: Kühlung, Belüftung, Belüftung mit Vorwärmung der angesaugten Luft bei niedrigen Temperaturen sowie Temperierung des Fahrzeugs.


Nach Angaben der Verkehrsbetriebe wird ausschließlich ein umweltfreundliches Kühlmittel eingesetzt. Für die Klimaanlagen gilt eine Garantie von 60 Monaten.


Das Unternehmen ENIKA verfügt bereits über Erfahrung mit vergleichbaren Projekten. Unter anderem stattete es Straßenbahnen des Typs Bombardier NGT6 für den Verkehrsbetrieb in Krakau nachträglich mit Klimaanlagen aus.

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